Die Taucheruhren „Bucket List“

In den letzten 25 Jahren ist diveintowatches.com auf rund 2’400 Posts und mehr als 100 Seiten Umfang angewachsen. Und ein Ende ist noch lange nicht abzusehen (oder zumindest nicht geplant): einerseits kommen praktisch wöchentlich neue Taucheruhren-Modelle dazu, über die es sich lohnt zu schreiben, andrerseits vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht über etwas stolpere, was zu einer Story oder einem Update führen könnte. Wie so oft hängt es meist von der verfügbaren Zeit ab, ob daraus ein Artikel oder Video wird, manchmal erweisen sich gewisse Themen aber auch – aus völlig unterschiedlichen Gründen – ganz einfach als etwas schwieriger zugänglich, weshalb ein paar Dinge unweigerlich länger auf der To-Do-Liste geblieben sind, als ich mir das selbst vorstellte (und ich gelte gemeinhin als überdurchschnittlich geduldig). Ein paar Beispiele:

  • Eine Uhr, die ich seit Jahren zu fotografieren versuche, liegt unzugänglich im Keller eines Museums seit der letzten öffentlichen Ausstellung in Australien im Jahr 2018.
  • Ein anderes Museum ist so weit entfernt, dass sich ein Trip dahin wegen ein paar Uhren kaum bewerkstelligen oder zumindest rechtfertigen lässt (und damit meine ich noch nicht mal das Seiko Museum in Tokyo, das ich 2011 und 2016 besuchen konnte).
  • Die kleinere Serienversion der Deepsea Challenge von Rolex (aktuell Ref. 126067-0002) habe ich in den drei Jahren seit ihrer Lancierung noch immer nicht in Händen halten (aber immerhin durch ein Fenster fotografieren) können, womit ein Hands-On für den Moment weiterhin nicht möglich ist.
  • Beim hochspannenden Thema „Unit Watches“ sind Hersteller plötzlich erstaunlich verschlossen.
  • Die längst vergriffene Sous-Marine von Laventure täte ich ebenfalls gerne nochmals richtig fotografieren wollen (was vermutlich die am einfachsten zu bewerkstelligende Übung sein dürfte).
Auch nach mehreren Meetings mit der Genfer Uhrenmarke, die Deepsea Challenge konnte bislang nur durch die Vitrine fotografiert werden.
  • Weiter unten im Süden hat die junge Uhrenmarke Bohen mit der bis 1’000 Meter wasserdichten StarDiver ein Modell im Angebot, das ich partout nicht vor die Linse zu kriegen scheine (trotz mehrfacher Anfragen), und auch in Südafrika liegt eine Uhr, die ich nur zu gerne fotografieren täte, aber längst ausverkauft ist.
  • Im 2008 stellte eine Marke namens N.O.A. in Basel ein relativ avantgardistisches (und augenscheinlich wenig erfolgreiches) Modell aus, das ich gerne nochmals fotografieren täte, wie ich auch immer noch eine offene Rechnung mit der Anthony/Rodania Super Suisso 3000 aus den 70er-Jahren habe (falls jemand eine zum Ausleihen hat), und die Aquatimer-Generation von 2004 und 2009 würde ich nicht minder gerne nochmals richtig angehen – das Kamera-Equipment der damaligen Zeit hat schliesslich noch im einstelligen Pixel-Bereich gearbeitet.
There she blows: die ersten Vorserien-Modelle der legendären Ploprof hatten tatsächlich auch eine rote Überwurf-Mutter für die Krone.

Immerhin, die Liste ist in den letzten Jahren stetig kürzer geworden (auch erkennbar an den „Revisited“ Artikeln): Die Ploprof mit der roten Kronen-Verschraubung (Ref. ST 166.0077), zum Beispiel, hatte ich seit den 90er-Jahren auf dem Schirm, aber erst nach 20 Jahren erstmals mit eigenen Augen sehen können. Die Oceanographic 4000 (Ref. 731.NX.1190.RX) von Hublot konnte ich zwar im Laufe meiner Karriere voll und ganz „miterleben“, aber erst in der jüngeren Vergangenheit mit dem richtigen Equipment nochmals so fotografieren, dass ich das Kapitel nun für mich definitiv abgeschlossen habe (dazwischen lagen fünf Jahre Suche nach einem Exemplar in den USA, der Schweiz und Deutschland). Umgekehrt konnte ich von der „richtigen“ Deep-Sea Special von Rolex bislang in der Schweiz, England, Deutschland und den USA glücklicherweise ganze sieben Exemplare mit eigenen Augen sehen.

Dieses Foto ist das Resultat einer Story, die seit über 20 Jahren nichts an ihrer Faszination verloren hat: die Taucheruhr der Schweizer Kampfschwimmer.

Ebenfalls kürzer geworden ist die Liste an Uhren, die mich persönlich noch immer nervös werden lassen (Vintage-Uhren ausgenommen): die Seamaster Planet Ocean Ultra Deep 6000M (Ref. 215.92.46.21.01.001) und die Bathyscaphe mit schwarzem Keramik-Gehäuse (Ref. 5000 0130 NABA) gehören dazu. Und natürlich potentiell jede neue Marinemaster oder Aquatimer, an der grad irgend ein Designer irgendwo gerade arbeitet.

Wie gesagt, es vergeht kein Tag, an dem ich nicht über etwas stolpere…

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