Hands-On: Breitling Superocean Automatic 48

Innerhalb der im letzten Jahr überarbeiteten Superocean-Kollektion von Breitling nimmt die 48 mm grosse Version mit Titangehäuse und 300 Meter Wasserdichtheit nicht nur punkto Grösse, sondern auch dank der bei 9 Uhr integrierten Drehringsperre so etwas wie einen Spitzenplatz ein, selbst wenn es in der selben Kollektion mit 46 mm Durchmesser auch eine weniger komplexe Ausführung mit 2’000 Meter Wasserdichtheit und integriertem Heliumventil gibt (die je nach Version zwischen CHF 4’600.00 und CHF 5’880.00 kostet).

Das Zifferblatt der blauen und grünen Superocean 48 kommt mit einem leichten Farbverlauf ins Schwarze.

Ein Prototyp des Modells wurde erstmals an der Baselworld 2019 den Besuchern gezeigt, seit Februar 2020 ist die Uhr nun im Fachhandel erhältlich, was vermutlich mit der technischen Umsetzung des seitlichen Schiebers zu erklären ist (das Modell an der Messe hatte nur eine Attrappe). Von den drei angekündigten Zifferblattfarben sind derzeit die gelb-orange (Ref. E17369241I1S1) und die hier abgebildete blaue Version (Ref. V17369161C1S1) ausgeliefert worden, die grüne (Ref. V17369241L1S1) folgt in den nächsten Wochen. Die weiteren Merkmale: Die gelb-orange Superocean kostet CHF 4’950.00 und hat ein reguläres Titangehäuse, blau und grün kommen mit DLC als „Black Titanium“ und sind nicht nur entsprechend dunkler, sondern auch je CHF 400.00 teurer. Zusätzlich unterscheidet sich die grüne Superocean noch durch den Einsatz von beiger Leuchtmasse, während bei den beiden anderen Uhren weisse Leuchtmasse auf Zeigern und Zifferblatt zu finden ist. Als Werk setzt Breitling bei allen Versionen auf das Breitling 17 (ETA 2824-2), verzichtet aber auf ein Datumsfenster. – Nebst Zifferblatt-Symmetrie könnte dies auch mit dem Entscheid zu tun haben, der Uhr einen noch ein Innengehäuse zu spendieren:

Ihr Weicheisen-Innengehäuse schützt gegen Magnetfeldstrahlung, und über eine Sicherungssperre auf der linken Gehäuseseite kann die bidirektionale Drehlünette arretiert werden.

Breitling.com

Nicht ganz klar ersichtlich ist, welche Titanlegierung Breitling verwendet (in der Regel Grade 2), und welche Resistenz gegen Magnetfelder durch den zusätzlichen Innenkäfig erreicht werden.

Die günstigste Version der Superocean 48 verzichtet beim Titan-Gehäuse auf die DLC-Behandlung, das Zifferblatt ist zudem gleichmässig einfarbig umgesetzt.

Damit noch zu den fehlenden technischen Daten: Gehäuse-Höhe ist 17,25 mm, Gewicht 140 g (ohne Band), Bandanstossbreite ist 24 mm. Die Lünetteneinlage ist aus Keramik, der Schieber bei 9 Uhr und die verschraubte Krone bei 3 Uhr sind mit farblich passendem Kautschuk beschichtet.

Fazit: Breitling hat mit der Superocean 48 eine mehr als markante Taucheruhr geschaffen, die dank Drehring-Arretierung natürlich den technisch interessierten Käufer ansprechen dürfte. Genau dieser Mechanismus hat wiederum massgeblich dazu beigetragen, dass die Uhr auf mehr als stattliche 48 mm angewachsen ist, was wiederum nur mit Titan gewichtsmässig zu bändigen ist, in jedem Fall aber kräftige Handgelenke voraussetzt. Der Verzicht auf ein Heliumventil und eine Wasserdichtheit grösser als 300 Meter scheint etwas inkonsequent, hängt aber in erster Linie mit der Umsetzbarkeit ab (die Uhr wäre noch grösser geworden) und der Positionierung innerhalb der Kollektion. Entsprechend stellt die 46 mm grosse Superocean eine echte Alternative dar, kann aber optisch nicht mit dem aufgeräumten Zifferblatt der grossen Schwester nicht mithalten.

Die Superocean Automatic 46 „Black Steel“ (Ref. M17368B71B1S1) bietet bei 2 mm weniger Durchmesser 2’000 Meter Wasserdichheit, ein Heliumventil und ein Datumsfenster. Der Preis liegt bei CHF 4’600.00.

Das vielleicht wichtigste Kriterium beim Kauf der Uhr dürfte nebst der Grösse vermutlich der Einsatz von Kautschuk and Krone und Schieber sein. Damit zu den Bildern (Grossansicht nach Klick):

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