Sinn: 20 Jahre U-Boot-Stahl (U15, U16 und U18)

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Während der deutsche Uhrenhersteller Sinn in den letzten 20 Jahren mit der U-Reihe schon zahlreiche Taucheruhren aus dem für U-Boote und Marineschiffe verwendeten und besonders korrosionsbeständigen Edelstahl von ThyssenKrupp Marine Systems angeboten hat, gibt’s zum Jubiläum gleich drei auf je 1’000 limitierte Modelle, die tatsächlich aus dem wiederverwerteten Metall deutscher U-Boote gemacht worden sind:

„Die Taucheruhren U15, U16 und U18 verkörpern mehr als nur Zeitmessung – sie sind Zeugnisse eines bedeutenden Kapitels der Bundesmarine und Deutschen Marine. Aus dem Stahl der gleichnamigen U-Boote U 15, U 16 und U 18 der Klasse 206 gefertigt, tragen sie eine Historie in sich, die Marine- Enthusiasten und Uhrenliebhaber gleichermassen zum Schwärmen bringt.“

Pressemitteilung Sinn

Die U18, U16 und U15 im direkten Vergleich – und damit wird auch besser sichtbar, wie sich das ungewöhnliche Zifferblatt mit Luftblasen-Optik in unterschiedlichen Lichtverhältnissen verhält.

Die 41 mm grosse U15 basiert dabei auf der U50 und ist bis 500 Meter wasserdicht, die 44 mm grosse U16 basiert auf der U1 und ist bis 1’000 Meter wasserdicht, die ebenfalls 44 mm grosse (aber etwas höher bauende) U18 ist bis 2’000 Meter wasserdicht und basiert auf der U2 (verzichtet hier aber auf deren GMT-Funktion). Als Werk kommen das SW300 (U15 und U18) und das SW200 (U16) von Sellita zum Einsatz. Je nach verbauter Generation liegt die Gangreserve bei 38 bis 41 Stunden (SW200) oder 42 bis 56 Stunden (SW300).

Die 44 mm grosse und bis 1’000 Meter wasserdichte U16, hier auf dem unbehandelten Original-Stahl aus der Hülle eines U-Bootes der Klasse 206/206 A.

Benannt sind sie allesamt nach den drei gleichnamigen U-Booten des Typs 206: „Jedes Boot durchpflügte dabei die See in Hunderttausenden Seemeilen über und unter Wasser. Mit der Ausserdienststellung liefern sie nun das Herzstück für diese drei einzigartigen Taucheruhren: den Stahl für die Gehäuse. Gleichzeitig sind sie Namensgeber, sortenrein aufbereitete Materialquellen und erinnerungsträchtige Brücke zu einer unvergessenen deutschen U-Boot-Ära.“

Das bis zu einer Maximaltiefe von 100 Meter einsetzbare U-Boot U 15 (Schiffskennung S 194) des 3. U-Bootgeschwaders der Deutschen Marine (ehemals Bundesmarine) legte zwischen 1974 und 2010 ganze 200’045 Seemeilen zurück (über 370’000 km). Die U 15 wurde im Sommer 2023 zerlegt, Teile davon für die U15 verwendet.

Dem Doppeletui der Uhren liegt eine gravierte Ronde (eine dickere Stahlscheibe) aus dem Original-Stahl des jeweiligen Spender-U-Boots bei; wie das Gehäuse wurde auch diese von der SUG (Sächsische Uhrentechnologie GmbH Glashütte) aufbereitet. Als weitere Besonderheit wurden auf den hochglänzenden Zifferblättern der Uhren die jeweils zurückgelegten Seemeilen sowie die Typenbezeichnung der drei Boote aufgedruckt. Passend dazu gibt’s auf dem Boden noch die Silhouette der U-Boot-Klasse 206 eingraviert (gebaut zwischen 1968 und 1975).

Die „unverlierbare“ Lünette (hier der U16) ist erstmals mit einem Sonnenschliff finissiert worden, die Rastung liegt bei 60 Klicks.

Geliefert werden die drei Taucheruhren an einem massiven Edelstahlarmband mit einer Faltschliesse mit Feinverstellung, die einseitig drehbare Lünette (60 Klicks) ist bei allen drei Uhren tegimentiert und mit einem Sonnenschliff versehen, das Gehäuse satiniert. Das Spitzenmodell, die bis 2’000 Meter wasserdichte U18 bietet zudem die Ar-Trockenhaltetechnik für „erhöhte Funktions- und Beschlagsicherheit“.

Das Sichtfenster der Trockenkapsel ist bei der Modellreihe U2 und damit auch bei der U18 bei sechs Uhr zu finden.

Fazit: Sinn hätte thematisch wohl kaum eine treffendere Umsetzung zum Jubiläum des Taucheruhren-Klassikers finden können, als eine Uhr mit einem Gehäuse aus dem wiederverwerteten Stahl von echten U-Booten. Das lackierte Zifferblatt mit Luftblasen-Optik mag für die Marke auf den ersten Blick ungewohnt verspielt sein, wirkt aber in der Realität sehr hochwertig und am Arm auch überraschend normal – und es schafft gleichzeitig einen passenden Kontrast zur militärischen Geschichte der U-Boote. Insofern bin ich aus mehreren Gründen enorm froh, dass ich die drei Modelle bereits vor dem offiziellen Auftauchen sehen und fotografieren konnte, handelt es sich doch optisch und inhaltlich eine mehr als spannende Geschichte.

Und damit zu den Hands-On-Bildern (Grossansicht nach Klick):

Die technischen Daten der Jubiläums-Modelle U15, U16 und U18 im Vergleich:

Modell:U15U16U18
Ref.-Nr.:1025.10001026.10001028.1000
Lancierungsjahr:202520252025
Limitierung:1’000 Exemplare1’000 Exemplare1’000 Exemplare
Durchmesser:41 mm44 mm44 mm
Höhe:11,15 mm14,7 mm15,5 mm
Wasserdichtheit:500 Meter1’000 Meter2’000 Meter
Werk:SW300-1 mit mindestens 42 Stunden GangreserveSW200-1 mit mindestens 38 Stunden GangreserveSW300-1 mit mindestens 42 Stunden Gangreserve
Gewicht (o. Band):74 g114 g115 g
Bandanstoss:20 mm22 mm22 mm
Garantie:2 Jahre2 Jahre3 Jahre
Preis:€2’990.00€2’990.00€3’230.00

In Bewegung gibt’s die drei Modelle hier zu sehen: Link

Zeitgleich lanciert wurden auch die T50 Goldbronze B und die 613 St und 613 St UTC.

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