Longines: Ultra-Chron Re-Edition

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Wenn es um neue Taucheruhren geht, kommt man im 2022 um die Marken der Swatch Group definitiv nicht herum. Ein weiteres Beispiel – und unter den fast ausnahmslos attraktiven Neuheiten des Konzerns das vielleicht sogar attraktivste Modell – kommt heute von Longines: Die Neuauflage der Ultra-Chron mit einem neuem, Chronometer-geprüften Hochfrequenz-Werk (L836.6 mit 36’000 Halbschwingung pro Stunde) und 43 mm grossem Gehäuse. Das Werk wird durch die Genfer Timelab als „Ultra-Chronometer“ zertifiziert; will heissen, das eingeschalte Kaliber wird während 15 Tagen und in drei Temperaturstufen (8°, 23° und 38°) getestet und erfüllt dadurch die ISO 3159:2009 für Chronometer. Das neue Kaliber bietet eine Gangreserve von 52 Stunden, ist aber hinter einem massiven Gehäuseboden verborgen und bis 300 Meter Tiefe vor Wasser geschützt. Zudem kommt eine Silizium-Spirale zum Einsatz.

„Die neue Ultra-Chron ist von den ästhetischen Codes und den professionellen Tauchfunktionen des Modells von 1968 inspiriert. Diese Chronometer-zertifizierten Uhren werden von einem exklusiven LONGINES Kaliber angetrieben, das mit einer Unruhspiralfeder aus Silizium ausgestattet und resistent gegen Magnetfelder ist.“

Longines

Die Taucheruhr orientiert sich optisch nicht ganz so nahe am Orginal von 1968, notabene einer der ersten Taucheruhren mit Schnellschwinger-Werk, bringt aber dennoch viel Vintage-Charme ans Handgelenk. Der Drehring bei der Neuauflage kommt mit einer Saphirglas-Einlage, das schwarze Zifferblatt ist strukturiert und mit vier aufgesetzten Indexen bestückt:

Die Ultra-Chron gibt’s wahlweise mit Leder- (Ref. L2.836.4.52.8) oder massivem Stahlband (Ref. L2.836.4.52.9), beide werden mit einem zusätzlichen NATO-Band ausgeliefert, die Preise starten bei CHF 3’000.00 (€3’310.00) und gehen bis CHF 3’500.00.

Technische Daten

Hersteller:Longines
Modell:Ultra-Chron
Lancierung:2022
Gehäuse:Bis 300 Meter wasserdichtes Edelstahlgehäuse mit 43 mm Durchmesser und 13,6 mm Höhe (48 mm Länge), Saphirglas, einseitig drehbare Lünette mit Saphirglaseinlage, verschraubte Krone und verschraubter Boden.
Werk:L836.6 mit 36’000 a/h, Siliziumspirale und 52 Stunden Gangreserve, zertifiziert als „Ultra-Chronometer“ durch Timelab in Genf.
Band:Metall- (Ref. L2.836.4.52.9) oder Lederband (Ref. L2.836.4.52.8), beide zusätzlich mit NATO-Band ausgestattet.
Garantie:24 Monate
Preis:ab CHF 3’000.00 / €3’310.00 / $3’500.00 (mit Lederband)

Mehr über die Geschichte der Ultra-Chron gibt’s hier.

4 Kommentare zu „Longines: Ultra-Chron Re-Edition“

  1. Avatar von Marco Kern
    Marco Kern

    Hoi Roger
    Das ist ja mal was wirklich Feines von Longine!
    Und neben der SLA025 von SEIKO vermutlich der einzige Schnellschwinger unter den Taucheruhren. Oder?
    Täusche ich mich, oder ist die Krone beim historischen Vorbild besser im Gehäuse versenkt/ geschützt?
    Viele Grüsse
    Marco

    1. Avatar von rruegger
      rruegger

      Es dürfte sich in der Tat um die im Moment günstigste (neue) mechanische Uhr mit Schnellschwingerwerk handeln, danach kommen Seiko Prospex/Grand Seiko und Zenith. Die Krone ist auf alle Fälle ziemlich robust, aber schraubt tatsächlich nicht so tief ins Gehäuse rein (siehe auch hier https://diveintowatches.com/2020/08/22/longines-ultra-chron-die-genaueste-taucheruhr-der-welt).

  2. Avatar von jürgen S.
    jürgen S.

    Schnellschwinger !
    Was hat der sogenannte schnellschwinger für Vorteile?
    Wenn ich die ersten Tests lese eine gangenauikeit von 4-6 Sekunden am Tag!
    Hmm.. ist das bei anderen Chronometer mit Prüfung nicht genausogut?
    Oder wie ist das im wirklichen Leben?
    Oder sollte ich ein Fan von mechanischen Uhren sein um dies zu verstehen?
    Grüße ein uhrenfan.

    1. Avatar von rruegger
      rruegger

      Gibt ein paar Antworten zum Thema: 1) die höhere Schlagzahl ermöglicht kleinere Mess-Schritte, ein Chronograph kann also bspw. kleinere Zeit-Einheiten messen. 2) Der Sekundenzeiger läuft flüssiger (wie beim Auto: manch einer will lieben einen V8 als einen V6, andere bevorzugen einen V4 mit Turbo etc.), 3) das Werk ist eine willkommene Alternative im Einheitsbrei. Auf dem Papier ist ein höher getaktetes Werk zu mehr Präzision in der Lage. Ob das Werk nun perfekt reguliert den Hersteller verlässt und die Tragegewohnheiten des Besitzers den Gang positiv beeinflussen, ist eine zweite Geschichte. Aber grundsätzlich gilt: höhere Frequenz, höhere Präzision. Und etwas mehr Belastung fürs Werk.

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