Wempe: Iron Walker Diver

Die Eigenmarke Wempe Glashütte I/SA von Juwelier Wempe wurde im Mai dieses Jahres um eine neue Kollektion mit integriertem Stahlband erweitert:

Unsere neue Kollektion ist auch eine Hommage an die ikonischen „Ironworker“ New Yorks. Diese mutigen Männer haben im zwanzigsten Jahrhundert massgeblich dazu beigetragen den »Big Apple« zu dem zu machen, was er bis heute ist […]

Wempe

Interessant an den Uhren von Wempe ist spätestens seit den Zeitmeister-Modellen von 2013 das starke Bekenntnis zur Verarbeitungsqualität: Wempe stellt hier spürbar sicher, dass im Umfeld der geführten Marken (bspw. Breitling, Rolex oder Panerai) das Level mindestens gehalten werden kann, was den Uhren in der Regel zu einem interessanten Preis-/Leistungsverhältnis verhilft, wenn Käufer eben nicht einen der typischen Markennamen am Handgelenk wollen. Gefertigt werden die Uhren allesamt in Glashütte, was sich unter anderem in der Gehäuseboden-Gravur der eigenen Sternwarte zeigt.

Mit der Krone bei 2 Uhr wird die Lünette bedient

Mit der Iron Walker Diver hat Wempe nun erstmals eine Taucheruhr mit innenliegender Lünette im Sortiment: die verschraubte Krone bei 2 Uhr muss geöffnet werden, die Lünette lässt sich zudem nur gegen den Uhrzeigersinn rastend bewegen. Zum Start gibt es zwei Versionen: eine mit blauem Zifferblatt und weisser Drehring-Markierung (Ref. WI200002) und die hier mehrheitlich abgebildete WI200001 mit schwarzem Zifferblatt und blauem Drehring. Im 42 mm grossen Gehäuse tickt das ETA 2892-A2, das Band ist mit einer integrierten Verlängerung ausgestattet. Der Preis liegt bei €2’900.00.

Zum Produktionsbetrieb von Wempe in Glashütte gehört auch eine eigene Sternwarte – diese findet sich als Gravur auf dem Gehäuseboden.

Wempe schafft mit der Iron Walker das Kunststück, sowohl eine Uhrenlinie mit vertrauten Elementen auszustatten, aber in der Gesamtheit dennoch viel Eigenständigkgeit zu erzielen (was bei der Kategorie „Luxusuhr mit kantigem Edelstahlgehäuse und integriertem Stahlband“ per se nicht ganz einfach ist). Im Falle der Iron Walker Diver sind das vor allem der markante Kronenschutz bei 3 Uhr und die ungewöhnlich hoch bauende, polierte Glasfassung, die in der Seitenansicht einen starken Kontrast zum abgewinkelten Bandanstoss schafft.

Das 300 Meter wasserdichte und 42 mm grosse Gehäuse in der Seitenansicht. Die Bauhöhe liegt bei 11.7 mm.

Punkto Verarbeitung oder aus funktionaler Sicht gibt’s an der Iron Walker wenig zu kritisieren. Ironischerweise wäre ein zusätzliches Kautschukband für den Einsatz als Taucheruhr vermutlich etwas flexibler, aber genau das würde das Wesen der Uhr, nämlich das integrierte Band, etwas ad absurdum führen. Ebenfalls dürfte es spannend zu beobachten sein, wie anfällig die polierte Lünette langfristig für Kratzer ist. Ansonsten: Eine markante Uhr, die auch am Uhr gut wirkt.

Ein Kommentar

  1. Erinnert etwas an die IWC von früher, mit innenliegendem Drehring, aber eine wünderschöne Uhr. Sehr gelungen und wertig. Gefällt mir bereits auf den ersten Blick und nicht jeder hat Sie.

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