Die kommerziell höchst erfolgreiche Uhrenlinie der Schweizer Uhrenmarke wurde vor ein paar Monaten bereits hier ausführlich vorgestellt, entsprechend soll’s in diesem Beitrag vor allem um die Eindrücke am Handgelenk und unter der Wasseroberfläche gehen, nachdem sich die grüne Zifferblattversion (Ref. R32505313) mit 42 mm Gehäuse, 200 Meter Wasserdichtheit und „Beads of Rice“ Stahlband (BOR) seit ein paar Wochen im Praxiseinsatz befindet.

Das Wichtigste zuerst: die Uhr trägt sich mit rund 130 Gramm sehr angenehm, unter anderem auch aufgrund des komfortablen Bandes und der flachen Bauhöhe von etwas mehr als 12 mm. Dass das Band ohne Feinverstellung kommt und die Schliesse ohne Sicherungsbügel, ist gewöhnungsbedürftig, zum Glück liess sich die hier gezeigte Uhr aber problemlos auf den aktuellen Handgelenksumfang anpassen. Zur Gestaltung insgesamt gibt’s wenig Neues zu sagen, die Uhr ist auch ein Jahr nach Lancierung immer noch eine der attraktiveren Uhren im Vintage-Look (erhält aber demnächst eine grosse Schwester). Mit einem Listenpreis von CHF 2’000.00 gehört sie im Umfeld des Konzerns zwar eher zu den teureren Optionen mit dem ETA C07.611, es gibt aber durchaus ein paar äussere Gründe dafür, die nicht nur mit der höheren Positionierung der Marke zu erklären sind: erstens ist das Werk in fünf Lagen reguliert, zweitens das Zifferblatt ist bspw. ein paar Qualitätsstufen weiter oben und zudem gewölbt, drittens die nach innen abfallende Keramiklünetten-Einlage eine Besonderheit und viertens das gewölbte Saphirglas in dieser Form auch nicht selbstverständlich. Angenehm ist darüber hinaus die Möglichkeit, das Band ohne Werkzeug wechseln zu können, zumal es mittlerweile zwei Stahlbänder, ein NATO- und mehrere Lederbänder für die Uhr gibt. Die Krone ist vergleichsweise klein geraten und nicht unbedingt ein Paradebeispiel für Griffigkeit (was bei der neuen Version mit 300 Meter Wasserdichtheit bereits verbessert wurde).
Objektiv betrachtet gibt der fehlende Leuchtpunkt auf der Lünette sicher einen Abzug, reiht sich aber in die Liste historisch korrekt übernommener Details ein (Schriftzug Produktname, rote Zahlen auf der Datumsscheibe, Zeigerform etc.). Etwas Kritik muss sich die Leuchtmasse gefallen lassen – im Dunkeln könnte die Ablesbarkeit besser, respektive die Leuchtmasse stärker sein (fürs Bild unten wurde die Leuchtmasse mit einer Taschenlampe aktiviert).













Wie eingangs beschrieben ist die Captain Cook auf der ganzen Linie kommerziell erfolgreich (und das grüne Modell scheint auch derzeit der Topseller zu sein). Die grösste Schwierigkeit für Interessenten dürfte demzufolge die Wahl der Zifferblattfarbe sein – das Blau ist bspw. ebenfalls verführerisch gut geraten… mehr über die Captain Cook von Rado gibt’s hier.


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