Revisited: ZRC Grands Fonds 300

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Vor ziemlich genau zehn Jahren hatte ich Gelegenheit, die ersten Re-Editionen der Grands Fonds von ZRC in Annecy zu sehen, und mit der hier abgebildeten Ref. W510013, die damals partout nicht mehr von meinem Handgelenk runter wollte, verbindet mich seitdem auch so etwas wie eine Hassliebe. Insofern also die perfekte Voraussetzung, nochmals über die rund 40 mm grosse und bis 300 Meter wasserdichte Uhr zu urteilen.

Die Grands Fonds 300 wurde 2015 erstmals als limitierte Neuauflage reanimiert, zwischenzeitlich ist das Sortiment auf einige Referenzen angewachsen.

Die mittlerweile in der Schweiz ansässige Uhrenmarke verfügt mit der 41,5 mm grossen Grands Fonds MN64 Réedition (Ref. GF42163) auch heute noch über ein adäquates No-Date-Modell in der Kollektion, nebst der neuen Referenz-Nummern-Logik hat sich aber bspw. auch der Gehäusedurchmesser und die Wasserdichtheit von 300 Meter auf 1’000 Meter erhöht, als Werk kommt mittlerweile das SW300 zum Einsatz (hier war’s noch das ETA 2824-2), der Preis ist von damals €3’390.00 (mit Uhrenbeweger) auf aktuell €3’790.00 gestiegen, und die Anzahl Textzeilen in der unteren Hälfte des Zifferblatts ist von drei auf fünf angewachsen. Geblieben sind zum Glück der Charme der 60er-Jahre, die Magnum-Zeiger, die flexiblen Elemente beim Edelstahlband und ein bis heute enorm eigenständiges Design. Kurz gesagt: ich wäre vermutlich auch heute bei der Grand Fonds schwach geworden, auch wenn ich aufgrund des etwas ruhigeren Zifferblatts die hier gezeigte Option weiterhin bevorzuge.

Damit zu „les choses qui énervent“: der Drehverschluss des Bandes – auch wenn funktional so zuverlässig, wie man sich das nur wünschen könnte – zwingt dennoch dazu, die Uhr so anzulegen, dass für ein paar Sekunden das Risiko besteht, diese zu verlieren. – Insofern lohnt es sich erfahrungsgemäss, beim An- und Ablegen zu sitzen und auf eine weiche Unterlage zu achten. Die Schraubkrone bei 6 Uhr ist und bleibt ungewohnt, nicht nur optisch, sondern auch ungewöhnlich mühsam aufzuschrauben. – Wer seine Uhr also konstant trägt, dürfte hier langfristig mehr Freude haben, als Vielflieger und Sammler mit einigen Uhren in der Rotation. Ansonsten aber weiterhin Daumen hoch (und ich sage das als jemand, dem das Band von der Länge gut passt) – zumindest bis zum nächsten Anlegen und Einstellen. Ein paar aktuelle Bilder (Grossansicht nach Klick):

Zum Original-Text von 2015 (und weiteren Fotos) geht’s hier lang.

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