Kurz vor Weihnachten hat sich Blancpain offenbar zum Ziel gesetzt, die eine oder andere Wunschliste nochmals gehörig durcheinander zu bringen: Erstmals gibt’s die reguläre Fifty Fathoms nämlich mit einem Gehäuse aus Titan. Damit gibt’s für das 45 mm grosse Modell auch erstmals einen Glasboden und ungehinderten den Blick aufs Kal. 1315:

„the famous Blancpain 1315 caliber, notably endowed with an optimal five-day power reserve enabled by the use of three seriescoupled barrels housing high-performance springs. Its silicon balance-spring protects it from the negative effects of magnetism without the need to isolate it behind a metal cage.“

Ref. 5015 -12B30-B52A mit Sichtglasboden und Titan-Gehäuse

Die 2017 vorgestellte Schwester mit blauem Zifferblatt unterscheidet sich nebst Farbe auch durch den anderen Zeigersatz; hier wurde das Hauptmodell mit dem neuen Gehäusematerial ausgerüstet. Alternativ bietet Blancpain die bis 300 Meter wasserdichte Uhr auch mit dem neuen (mit Textilschlaufen ausgestatteten) Nato-Band an ( Ref. 5015-12B30-NABA). Verfügbar dürfte die Uhr im 2019 werden, preislich dürfte die Uhr erfahrungsgemäss um die 14’000 Euro liegen.

Während die Kategorie Taucheruhr selbst bei einem Fliegeruhrenhersteller wie Breitling das Potential hat, zum Bestseller der ganzen Marke zu werden, tut man sich bei IWC sichtlich schwer mit dem Thema: Ein Schaufensterplatz in den eigenen Boutiquen ist eher selten für die Linie reserviert, in freier Wildbahn ist die aktuelle Aquatimer selten bis fast nie zu sehen, und limitierte Bronzeuhren sowie Materialinnovationen wie Ceratanium weisen darauf hin, dass die 2014 eingeführte sechste Generation des Modells immer noch nach Belebungsversuchen verlangt.

Woran liegt es also, dass die technisch ausgeklügelte und optisch eigenständige Aquatimer nicht vom Fleck zu kommen scheint? – Eines vorneweg, an der Marke kann es unmöglich liegen.

6 mögliche Antworten:

  • Zu viele Redesigns: Wie eingangs erwähnt, wurde in den letzten 20 Jahren die Aquatimer sage und schreibe dreimal generalüberholt; dabei wanderte der charakteristische Drehring zuerst von aussen nach innen, dann wieder nach aussen und ist aktuell als Hybrid-Konstruktion im Einsatz. Dass dadurch die Etablierung einer Designsprache mit Wiedererkennungswert etwas auf der Strecke geblieben ist, dürfte angesichts der im selben Zeitraum meist nur sanft erneuerten Konkurrenz nicht überraschen. Stichwort Konkurrenz:
  • Zu starke hauseigene Konkurrenz: Mit der Portugieser- und Fliegeruhrenkollektion ist IWC bereits enorm stark aufgestellt, was Neukunden den Einstieg über andere Linien (dazu gehört selbst die Ingenieur) logischerweise erschwert.
  • Zu schwacher Stammbaum: Die Ref. 812A aus 1967 ist eine attraktive, aber dennoch nur eine von zahlreichen Uhren mit Compressor-Gehäuse aus der Ära. Richtig interessant wird die Ahnenforschung erst 1984, als mit der Ocean 2000 u.a. ein neuer Tiefenrekord, eine innovative Drehringkonstruktion, ein damals noch seltenes Metall fürs Gehäuse angeboten und sogar noch Praxiserfahrung beim Militär gesammelt werden konnte. Dummerweise nicht unter dem Namen Aquatimer.
  • Zu viele Referenzen und zu viele Highlights in der Kollektion: 2014 wurden auf einen Schlag fünfzehn Modelle lanciert, und fast jedes wollte dabei den Spitzenplatz in der Kollektion einnehmen: Der Tiefenmesser in der Kategorie Technik, der ewige Kalender beim Preis, die Aquatimer 2000 bei der Performance – nur das neue Volumen-Modell, die Aquatimer 300 sah im Vergleich dazu plötzlich ganz schön normal aus.
  • Berechtigte, aber schwierig zu erklärende Preise: das (nimmt man die Ocean 2000 und die GST Aquatimer als Vorbild) eigentliche Flaggschiff der Kollektion, die Aquatimer 2000 mit Inhouse-Werk, lag bei der Einführung mit knapp 10‘000 Franken Listenpreis spürbar über der im selben Jahr neu lancierten Sea-Dweller von Rolex. Und mit 46 mm Durchmesser und 20,5 mm Bauhöhe weit über dem durchschnittlichen Handgelenk. Am anderen Ende des Spektrums wartet die Aquatimer Automatic mit weiterhin zugekauftem Werk und 300 Meter wasserdichten Gehäuse (42 mm) auf Kunden, notabene zum selben Preis, zu dem’s vorher noch das Spitzenmodell mit 2‘000 Meter Gehäuse (und ETA-Werk) gegeben hatte. Ähnliches Bild beim Chrono: zwischen Inhouse- Kaliber und Standardwerk liegt ein signifikanter Preissprung.
Die Preisentwicklung der IWC Aquatimer 2000 in den letzten 20 Jahren zeigt eine Verdoppelung
Die Preisentwicklung der Aquatimer 2000 in den letzten 20 Jahren.
  • Zu viele Stories und Botschaften: Einerseits wurde das 2004 vorgestellte Sponsoring mit Cousteau erneut für limitierte Versionen verwendet, andrerseits aber auch die Themen Darwin und Galapagos gepusht. Und dann hat uns ja noch Jason Statham mit einer Aquatimer vor dem Megalodon gerettet.
Die auf 300 Stück limitierte, 42 mm grosse IWC Aquatimer "35 Jahre Ocean 2000"
Die limitierte, 42 mm grosse IWC Aquatimer „35 Jahre Ocean 2000“ schlägt thematisch die Brücke zu gleich zwei Modellen aus der Vergangenheit.

Mit der 2017 lancierten, kleineren IWC Aquatimer 2000 (die 358001 und 358002 wurden im Laufe des Jahres 2018 von der Website genommen) schienen zwar die meisten der oben erwähnten Stolpersteine behoben worden zu sein, dafür hatte man sich mit der Aquatimer 300 und der bisherigen 2000 bereits einen recht starren Preisrahmen gemacht. Resultat: der diplomatisch gewählte Preis von knapp 8‘000 Franken liegt immer noch über dem einer Submariner Date. Nichtsdestotrotz wäre damit eigentlich die Grundlage gelegt worden, ein neues Basismodell für die Aquatimer-Kollektion aufzubauen. Und nachdem man in Schaffhausen bereits erfolgreich mit der Top Gun Pilotenschule zusammenarbeitet, vielleicht liesse sich ja für 2020 auch noch die Bundeswehr wieder für ein solches Projekt gewinnen. – Immerhin wäre das ein garantiert pannenfreies Stück Equipment…

Seasons Greetings

Vielen herzlichen Dank für die Treue im 2018, den Austausch via E-Mail, in Newsgroups, auf Social Media oder via Kommentarfeld hier. Mögen möglichst viele Uhrenwünsche über die Festtage in Erfüllung gehen!

Von wegen Bikini-Figur – die in diesem Jahr einhundertjährige Marke lancierte kürzlich ein neues Modell der Ocean Star Diver mit dreifach höherer Wasserdichtheit und grösserem Gehäuse:

Ebenfalls scheint die Krone und Lünettenbeschriftung etwas markanter geworden zu sein, und die Tages-/Datumsanzeige wurde auf das Datum reduziert. Die neu dreieckigen Indexe bei 3 und 9 Uhr passen noch nicht so recht ins Bild, dafür stehen der Uhr die durchgängig mit Leuchtmasse befüllten Zeiger gut.

Das bis 600 Meter wasserdichte Edelstahl-Gehäuse ist (im Vergleich zur 200 Meter wasserdichten Day-Date Version mit dem Powermatic Kaliber 80) von 42.5 mm auf 43.5 mm Durchmesser und von 11.75 mm Bauhöhe auf 14.05 mm gewachsen. Als Antrieb kommt die Chronometer-zertifizierte Version des Powermatic 80 mit 80 Stunden Gangreserve und Silizium-Spirale zum Einsatz (erkennbar am „Si“ auf dem Zifferblatt) – das Werk ist eine Weiterentwicklung des 2824-2 von ETA und auch als C07.111 bekannt, steht aber derzeit nur den Konzernmitgliedern der Swatch Group zur Verfügung.

Besonders interessant: der Drehring lässt sich nur bei gleichzeitigem Herunterdrücken bewegen (ähnlich IWC GST Aquatimer). Bei 9 Uhr ist zudem ein integriertes Heliumventil zu finden (und in der Aussparung darüber die Feder der Drehringsperre):

Auf die prominente Bezeichnung des Ventils hätte gerne verzichten können. Mido kündigt zwei Varianten der Uhr an, eine mit blauem Zifferblatt (abgebildet) und massivem Stahlband (Ref. M026.608.11.041.0) und eine mit schwarzem Zifferblatt, Kautschukband und PVD-beschichtetem Gehäuse (Ref. M026.608.37.051.00), beide mit einem Listenpreis von CHF 1’590.00.

Bilder:

Die Omega-Boutique in Zürich beherbergt derzeit eine kleine Sonderausstellung zum 25jährigen Jubiläum der Seamaster 300 (damit ist die als „Bond-Uhr“ bekannt gewordene Taucheruhr gemeint, und nicht etwa die 1948 lancierte Linie, oder Modelle aus den 60er-Jahren). Entsprechend gibt’s vor allem ein paar Stücke aus der jüngeren Vergangenheit zu sehen, und natürlich die aktuelle Kollektion, die hier und und hier bereits ausführlich gezeigt wurde. Ein paar Eindrücke:

Wer also gerade in der Nähe ist (und sich für 25 Jahre Seamaster interessiert): ein Besuch lohnt sich. Ansonsten siehe Bilder oben. 

Um die Grenchner Traditionsmarke Eterna ist es seit dem Abschied von der Baselworld eher still geworden. Umso erfreulicher das Lebenszeichen an die Sammler: Von der 2017 präsentierten KonTiki mit Inhouse-Werk (siehe hier) gibt’s laut Montres de Luxe nun eine auf 300 Stück limitierte Version mit 44 mm Bronze-Gehäuse, grünem Blatt und passender Lünetteneinlage:

Eterna KonTiki Diver 200 mit Bronze-Gehäuse und grünem Zifferblatt, limitert auf 300 Exemplare

Der Preis liegt bei 3’200 Euros. Copyright Bilder: Eterna

Christopher Ward hat ja kürzlich eine neue Version der Trident vorgestellt, als Besonderheit verfügt die auf 300 Exemplare limitierte Uhr nicht nur über ein Bronze-Gehäuse (43 mm Durchmesser und 13.3 mm Bauhöhe), sondern auch über ein von Hand gebürstetes Zifferblatt: „Each has been constructed from brass, with an artisan’s hand delicately applying a series of distressed markings to ensure all possess their own distinctive character.“

Im Innern kommt ein Chronometer-zertifiziertes SW200-1 mit rund 38 Stunden Gangreserve zum Einsatz. Die Uhr ist wahlweise mit einem von drei Bändern verfügbar (Textil, Leder und „distressed“ Leder, 22 mm Bandanstossbreite), Ungeduldige können zwischen einem regulären Bronzegehäuse („Raw“) und einem bereits gealterten Finish entscheiden. Hier abgebildet ist die Version mit regulärem Bronze-Gehäuse und schwarzem Textilband (mit Leder unterlegt). Der Gehäuseboden ist aus Edelstahl (inkl. individueller Nummer), die Schliesse aus Bronze und das Inlay aus Keramik. Preislich liegt das neue Modell bei CHF 1’120.00 und sollte bereits verfügbar sein.

Bilder (Grossansicht nach Klick):

Interessant ist, dass Christopher Ward bei der Verpackung und bei den Bändern qualitativ nochmals zugelegt hat. Das Zifferblatt-Finish mag für Puristen ungewöhnlich sein, passt aber gut zum Gehäuse, das damit gleich doppelt ideal für Individualisten ist.

Zur durchwegs erfreulichen Verarbeitungsqualität wurde hier und hier bereits ausführlich geschrieben, für mich an der Uhr besonders spannend ist das Preisschild von CHF 1’120.00 – denn damit wird das für manch Sammler eher als „Experiment“ betrachtete Thema Bronze definitiv erschwinglich (oder weniger risikoreich), und der Lieferumfang lässt bei diesem Preis kaum Wünsche offen.

Bei Marken mit entsprechender Kollektion übernimmt die Taucheruhr gerne und oft die Rolle des Volumengeschäfts. Entsprechend logisch ist es also, wenn eine Uhrenmarke mit eindeutig maritimen Wurzeln das Segment mit Produkten belebt, die diese Rolle auch übernehmen können. Ulysse Nardin wählte dazu die 2018 vorgestellte Diver Chronometer, verkleinerte aber unter anderem das Gehäuse von 44 auf 42 mm und setzt beim Antrieb auf ein SW 300, um mit Preisen ab CHF 5’800.00 neue Kunden an die Marke heranzuführen. Einerseits ein überraschender Schritt, berücksichtigt man das Inhouse-Kaliber 118 und die Erfahrung mit Chronometern, andrerseits ein konsequenter Weg, um Umsätze anzukurbeln.

Der Diver Chronometer von Ulysse Nardin mit 42 mm Gehäuse und blauem Zifferblatt

Der Diver Chronometer von Ulysse Nardin mit 42 mm Gehäuse und blauem Zifferblatt

Die Wasserdichtheit liegt bei 300 Meter, das Design ist frisch und aufgeräumt, auch wenn die Funktion als Taucheruhr mit der Null bei 12 Uhr und dem (durchaus kreativen) Zifferblatt-Text nicht ganz konsequent ist: „Die GPS-Koordinaten von Le Locle – seit 1846 die Heimatstadt der Manufaktur – zieren das Zifferblatt.“

Die neue Diver Chronometer Kollektion von Ulysse Nardin mit 42 mm Gehäuse und drei von insgesamt vier verfügbaren Bandoptionen.
Die neue Diver Chronometer Kollektion von Ulysse Nardin mit 42 mm Gehäuse und drei von insgesamt vier verfügbaren Bandoptionen.

Die Kollektion umfasst vorerst drei Modelle: Eine Version mit blauem Zifferblatt (Ref. 8163-175), eine mit schwarzem Zifferblatt (Ref. 8163-175/92), nebst Textilband auch mit Leder-, Mesh- und Stahlband erhältlich, und ein limitiertes Modell „Blue Shark“ (Ref. 8163-175LE/93-BLUESHARK) mit blauem Gehäuse (nicht abgebildet). Copyright Bilder: Ulysse Nardin 

Hands-On: Certina DS PH200M

Seit Oktober ist endlich auch Certinas Neuauflage der DS PH200M aus 1967 im Handel erhältlich.

Certina DS PH200M aus 1967

Die auf knapp 43 mm angewachsene Uhr ist wie das Original (siehe oben) bis 200 Meter wasserdicht, im Lieferumfang sind zwei Bänder enthalten. Definitiv neu ist das Innenleben: Certina bezieht für die Uhr das Powermatic 80 von ETA, damit steigt die Gangreserve auf angenehme 80 Stunden bei Vollaufzug. Abstriche gibt’s dafür beim Glas (Hesalit) und bei der Drehringeinlage (Alu). Preislich gibt’s den Tauchgang in die Vergangenheit für CHF 695.00. Bilder:

Die Online-Auktionsparte von Christie’s hat derzeit eine Seamaster Professional 1000 (Ref. ST 166.093) im Angebot (noch bis 10. Dezember 2018), die gemäss Stammbuchauszug von Omega zeitlich sehr genau einzuordnen ist: „the production of this watch as a Prototype produced June 17, 1975“.

Damit erklärt sich auch der Zustand, die Krone bei 3 Uhr und die zusätzliche Nummer auf der Unterseite des Einschalengehäuses. Lot 7 hat einen Startpreis von $6’000.00 und wird auf $8’000.00 bis $12’000.00 geschätzt.

Update (12.12.2018): Der Zuschlag erfolgte schlussendlich bei $10’625.00

Im Vergleich zur regulären Turtle von Seiko ist die „Special Edition“ SRPC91 mit einer beschichteten Krone und Lünette ausgestattet; das blau-schwarze Zifferblatt ist zudem mit einer Musterung ausgestattet, die an die Unterseite von Blauwalen erinnern soll. Die 45 mm grosse Uhr wird von einem 4R36 angetrieben, das Gehäuse bleibt bis 200 Meter wasserdicht. Bilder:

Offizieller Listenpreis ist $495.00

Die deutsche Uhrenmarke H2O und Oceanictime feiern den 10jährigen Geburtstag des Blogs mit einer Special Edition der Kalmar II: Die „Oceanictime 10 Miles“ kommt mit einer zertifizierten Wasserdichtheit von bis zu 25’600 Metern, was mehr als das Doppelte der aktuell tiefsten Stelle des Meeres bedeutet.

Lex Martine: „We were not expecting the [second, thicker] crystal to perform so well, so [we] had prepared a second watch fitted with a thicker, 10.50 mm crystal which surpassed the 8.25 mm crystal only by 32 bar. It was finally destroyed at 2’562 bar, the equivalent of 25’620 m of water-resistance.“

Das Titangehäuse misst 44 mm Durchmesser und 25,1 mm in der Höhe (mit 10,5 mm Saphirglas), drei Zifferblattversionen sind verfügbar, die Preise starten bei 1’500 Euro, zwei Saphirgläser und DLC stehen ebenfalls zur Wahl. Als Werk kommt ein ETA 2892 (top grade) zum Einsatz, Auslieferung erfolgt ab Januar 2019.

Alle Infos: Link

Copyright Bilder: H2O

Seit ein paar Wochen ist zumindest die unlimitierte Re-Edition der in Basel vorgestellten Snorkel endlich in den Läden verfügbar, und damit wird auch ein Hands-On mit einem Serienmodell möglich: Insgesamt ist auch der zweite Eindruck erfreulich, das Band klappert etwas, die Schliesse ist sehr einfach, trifft aber die Haptik des Originals ganz gut. Etwas unschön, oder zumindest gewöhnungsbedürftig: Die Verbindungsstellung des aufgesetzten Logos sind je nach Lichteinfall/Blickwinkel etwas stark sichtbar:

Ansonsten gibt’s mit der Ref. 98B320 für $795.00 eine 44 mm grosse und 15 mm hohe Uhr mit 200 Meter Wasserdichtheit, die von einem Miyota 821D ohne Sekundenstopp angetrieben wird. Mehr Infos.

Christopher Wards jüngste Version der Trident (siehe Review hier) kommt nicht nur mit einem Bronze-Gehäuse, sondern auch mit einem manuell gealterten Zifferblatt aus Messing. Der Gehäuseboden der 43 mm grossen und bis 600 m wasserdichten „C60 Trident Bronze Ombré COSC Limited Edition“ ist aus Edelstahl, das Lünetten-Inlay aus Keramik.

Angetrieben wird die Uhr von einem als Chronometer zertifizerten Sellita SW200-1 mit 38 Stunden Gangreserve. Interessenten können zwischen zwei Gehäuse-Finishs wählen, einem neuen Bronze-Gehäuse ohne Patina (oben links), oder einem Gehäuse, das bereits etwas dunkler geworden ist (rechts). Preislich liegt die Uhr im Direktvertrieb bei £ 995.00 oder CHF 1’120.00, vier Bänder stehen zur Auswahl (abgebildet hier ist das Textilband).

Interessant an der Uhr ist einerseits, dass der Einstieg in die Welt der nach wie vor ungemein populären Taucheruhren mit Bronze-Gehäuse hier etwas weniger teuer ist. Das gealterte Zifferblatt und Gehäuse andrerseits (ähnlich bspw. zur Cronometro Tipo CP 2 Flyback von Zenith) ist für Puristen sicher gewöhnungsbedürftig, sieht aber optisch spannend aus. Und während man sich bei Jeans (Stichwort „stone washed“) schon dran gewöhnt hat, dürfte es bei Uhren sicher noch etwas dauern, bis der modische Einfluss sich auch auf breiter Basis durchsetzen wird. Unklar bleibt, ob es sich um insgesamt 300 Stück, oder 300 Stück pro Version handelt.

Copyright Bilder: Christopher Ward

An der vierten Ausgabe der WatchTime New York (26. und 27. Oktober 2018) gab’s mit Ausstellern wie Grand Seiko und Bell & Ross zwar etwas weniger Taucheruhren als in den Jahren davor zu sehen, aber dank Blancpain dafür gleich auch ein paar einmalige Stücke aus der Vergangenheit des Unternehmens. Ein paar Eindrücke:

Der Anlass selbst brachte über 1’400 Besucher und 35 Marken unter einem Dach zusammen.

Die auf 1’500 Exemplare limitierte SLA025J1 hat sich gestern Abend am 18. Grand Prix d’Horlogerie de Genève (GPHG) durchsetzen können. Seikos 300 Meter wasserdichte Taucheruhr mit Hi-Beat-Kaliber gewann in der Kategorie Sport gegen den Visionnaire Chronograph von Fabergé, die 1858 Taschenuhr von Montblanc, die Monaco Gulf von TAG Heuer, die neue Marine Diver Chronometer von Ulysse Nardin und die Pilot Cronometro Tipo CP-2 Flyback von Zenith:

Seiko gewinnt am 18. GPHG in der Kategorie Sport

Insgesamt hatten es heuer nur zwei Taucheruhren auf die Shortlist geschafft, insofern ist das Resultat gleich mehrfach beeindruckend.

Alle Gewinner:

Aiguille d’Or (Grand Prix): Bovet Récital 22 Grand Récital
Petit Aiguille: Habring2 Doppel-Felix
Challenge Watch: Nomos Glashütte Tangente Neomatik 41 Update
Revival: Vacheron Constantin Historiques Triple calendrier 1942
Audacity: Konstantin Chaykin Clown
Innovation: Krayon Everywhere Horizon
Special Jury Prize: Jean-Claude Biver

Ladies‘ Watches: Chanel Boy-friend Skeleton
Ladies‘ Complicated Watches: Van Cleef & Arpels Lady Arpels Planétarium
Men’s Watches: Akrivia Chronomètre Contemporain
Men’s Complicated Watches: Laurent Ferrier Galet Annual Calendar School Piece
Chronograph Watches: Singer Reimagined Singer Track 1 Hong King Edition
Chronometry Watches: De Bethune DB25 Starry Varius Chronomètre Tourbillon
Exceptional Mechanical Watches: Greubel Forsey Grande Sonnerie
Sports Watches: Seiko Prospex 1968 Diver
Jewellry Watches: Van Cleef & Arpels Secret de Coccinelle
Artistic Watches: Hermès Arceau Robe du soir

Eine weitere Überraschung des Abends: mit einer Rekordzahl von 5 Uhren auf der Shortlist (Serpenti High Jewellery, Octo Finissimo Minute Repeater Carbon, Octo Finissimo Tourbillon Automatic, Diva Finissima Minute Repeater und Lucea Tubogas Skeleton) wurde heuer kein einziger Preis an Bulgari vergeben. 2017 waren es noch deren zwei.

Die Teilnahme am GPHG ist für alle Uhrenmarken möglich, verlangt aber nach einer Anmeldung und kostenpflichtiger Einreichung einer Uhr. Marken wie Rolex, Patek oder die Mehrheit der Swatch Group reichen nicht ein.

Die GPHG Ausstellung im MAH in Genf

Die nominierten Uhren können noch bis am 14. November im Musée d’Art et d’Histoire (MAH) in Genf besichtigt werden.

Links: GPHGSeiko 1968 Diver

Anfangs Jahr überraschte Angelus mit einer Taucheruhr mit innenliegender Lünette und fliegendem Tourbillon. Die Kombination „Diver und Tourbillon“ in einem bis 300 Meter wasserdichten und 45 mm grossen Titangehäuse (mit Heliumventil bei 9 Uhr) ist grundsätzlich natürlich nicht die naheliegendste, nichtsdestotrotz wirkt die U50 Diver Tourbillon überraschend gut am Handgelenk. Darüber hinaus handelt es sich bei der Uhr um die erste Taucheruhr der 2015 reanimierten Traditionsmarke (die heute zur Citizen Gruppe gehört). Bilder:

Die rastende, innenliegende Lünette wird mit der Krone bei 2 Uhr bedient. Im Innern arbeitet das skelettierte A-300 Inhouse-Kaliber von Angelus, der Preis der auf 25 Stück limitierten Uhr liegt bei CHF 29’700.00

Hands-On: Luminox Deep Dive

Nachdem die 2017 überarbeite „Deep Dive“ hier schon näher vorgestellt wurde, gibt’s jetzt noch ein paar Bonus-Bilder zur Ref. 1523 „Scott Cassell“ mit blauem Blatt und passendem Band: Die 44 mm grosse Taucheruhr ist bis 500 Meter wasserdicht und mit einem integrierten Heliumventil bei 9 Uhr ausgestattet. Wie schon bei der Vorgängerin wird der einseitig rastende Drehring mit dem patentierten „Bezel Lock“ Bügel arretiert, der zeitgleich auch als Kronenschutz agiert. Das Band ist 24 mm breit und neu mit regulären Anstössen ausgestattet, die Uhr kostet USD 1’900.00 und wird vermutlich von einem ETA 2836-2 angetrieben. Bilder (Grossansicht nach Klick):

Live-Bilder der Ref. 1523 und 1521 aus Basel / Review der 1513 (Vorgängermodell aus dem Jahr 2015)

Rolex: Submariner hebt ab

Rolex ist derzeit am Flughafen Zürich (und damit vermutlich auch an anderen Flughäfen) mit einer Sonderausstellung zur Submariner präsent. Das Design des Standes orientiert sich dabei am berühmten Oyster-Band der Genfer Marke:

Inhaltlich könnte es durchaus etwas mehr Uhren zu sehen geben, aber das Ganze ist definitiv ein sehr willkommener Anblick vor dem Boarding.

Wenn man schon mal Gelegenheit hat, eine Blancpain Bathyscaphe kurz vor die Fotokamera zu kriegen (hier die 5000-1110-B52A mit Edelstahlgehäuse), kann man auch gleich einen kurzen Rückblick über die letzten 5 Jahre des Modells machen: Link