Edox hat, drei Jahre nach der Hydro Sub, an der Baselworld eine bedeutend näher ans 1961er Modell angelehnte Taucheruhr in mindestens zwei Versionen vorgestellt: Die nach ihrer Vorgängerin benannte Delfin hat 43 mm Durchmesser und bleibt bis 200 Meter wasserdicht, als Werk kommt ein Kaliber 88 mit Tages- und Datumsanzeige zum Einsatz, das vermutlich auf dem 220-1 von Sellita, oder dem 2836-2 von ETA basiert.

Den Namenszusatz „Fleet 1650“ verdankt sie einem neuen Sponsoring-Engagement der Marke:

„Edox […] are supporting a […] project for the protection of […] the final resting place of five ships of the Vereenigde Oost-Indische Compagnie, the famed Dutch East India Company.“

Die auf 200 Exemplare limitierte Bronze-Version (Ref. 88004 BRZBU BUI) ist ab Juli 2017 verfügbar und kostet 1’990.00 Euro, im Lieferumfang ist ein Leder- und ein Natoband enthalten.

Die links abgebildete Edelstahl-Version (Ref. 88004 3 NIN) ist laut Pressemitteilung auf 300 Stück limitiert, Preisinformationen liegen hierzu aber noch keine vor. Beide Uhren kommen mit Aluminium-Einlage im Drehring, Saphirglas und Edelstahlboden.

Copyright Bilder: Edox

Nicht nur die hiesige Uhrenindustrie hat sich darauf spezialisiert, alte Modelle neu zu lancieren, sondern auch die Hersteller in Frankreich scheinen vollends Geschmack an der eigenen Vergangenheit gefunden zu haben: So kehrt nun mit der Superman von Yema auch einer der letzten Klassiker französischer Herkunft zurück. Über welche anderen Montres man sich auch noch freuen kann, zeigt die folgende Liste:

1. Yema Superman

Die eingangs erwähnte, bis 300 Meter wasserdichte Uhr mit dem ungewöhnlichen Arretier-Mechanismus für die Krone gibt’s neu als 40 mm Version mit blauem, schwarzem oder silberfarbenen Zifferblatt, die Preise liegen bei 690 Euro.

Als Werk kommt ein in Frankreich assembliertes Automatik-Kaliber (28’800 Halbschwingungen/h, 29 Lagersteine, 45h Gangreserve) zum Einsatz, das von der Ambre-Gruppe bereitgestellt wird (die selbe Gruppe besitzt die Markenrechte an Yema und Yonger&Bresson):

„After two years of development, the brand [Yonger&Bresson] acquires its first self-winding mechanical movement, Ambre MPB. Made in France, entirely designed developed and assembled in Morteau, in the workshops of the group Ambre, owner of the brand. The movement was presented during the 2011 BASELWORLD showcase.“ 

Mehr über die neue/alte Superman von Yema gibt’s hier: Link

2. Lip Nautic-Ski

Ende 2014 war bereits die 38 mm grosse, 200 Meter wasserdichte Neuauflage der Nautic-Ski von Lip vorgestellt worden, die auf Basis Miyota 821A in drei Farbvarianten für 499 Euro erhältlich ist. Abgebildet hier ist die Ref. 671501 mit blauem Zifferblatt, sowie die 671500 mit schwarzem Blatt, beide an der Baselworld 2017 ausgestellt.

Mehr über die Lip Nautic-Ski gibt’s hier: Link

3. Triton Subphotique

Preislich in einer ganz anderen Liga spielt momentan die (mittlerweile in der Schweiz hergestellte) Triton Subphotique: Dank Saphirglas-Lünetteneinsatz, Heliumventil, Stahlband und Soprod A10 bewegen sich die seit Ende 2015 wieder erhältlichen Versionen der bis 500 Meter wasserdichten, 40 mm grossen Uhr im Bereich ab CHF 5’000.-

Mehr über die Triton Subphotique gibt’s hier: Link 

4. Z.R.C. 300

Ein paar Monate vor der Triton gab bereits die ZRC Grand Fonds ihr ComebackDebut. Mit der Krone ebenfalls in der Vertikalen, liegt der Preis hier aber um zweieinhalbtausend Euro spürbar tiefer, zwischenzeitlich sind mehrere Versionen erhältlich.

Die Review zur Uhr gibt’s hier: Link

Die 2017er Ausgabe der Baselworld wäre somit Geschichte, und obschon die Messe spürbar weniger Besucher und Aussteller als auch schon hatte, neue Uhren mit Drehring gab’s weiterhin genügend zu sehen. Obschon „neu“ in diesem Kontext eher ein gewagter Begriff ist, berücksichtigt man, wie häufig sich die Hersteller für ihre Neuheiten doch an der eigenen Vergangenheit orientiert haben.

Besonders aufgefallen an der Baselworld 2017 sind folgende zehn Kandidaten:

  • Blancpain Fifty Fathoms “Tribute to Fifty Fathoms MIL-SPEC”: eine weitere gelungene limitierte Serie der Fifty Fathoms, allenfalls vergleichsweise klein geraten, aber insgesamt harmonisch, und eine der schönsten (neuen) Taucheruhren, die’s an der Messe zu sehen gab. Mehr >>>
  • Seiko Prospex Diver SLA017J1: optisch und inhaltlich gibt’s an der Neuauflage der 62MAS nichts zu rütteln, inwieweit der nunmehr doch schon spürbar angezogene Preis den Zeitrahmen etwas hinauszögern wird, in welchem die Uhr ausverkauft werden dürfte, bleibt abzuwarten. Alternativ gibt’s bei der SPB051J1 dafür bis eine mehr als ernstzunehmende Alternative im etwas grösseren Gehäuse. Mehr >>>
  • Omega Seamaster 300 Co-Axial Master Chronometer: Für jeden, der bei der 2014 lancierten Seamaster 300 Master Co-Axial noch zugewartet hat, vermutlich die schönste Neuheit des Jahres. Mehr >>>
  • Rolex Oyster Perpetual Sea-Dweller 4000: Für manche dürfte die Lupe ein willkommener Grund sein, endlich eine Sea-Dweller zu kaufen, Nostalgiker und Puristen hätten vermutlich wegen Durchmesser und Schriftzug zugeschlagen und eine Option ohne Lupe bevorzugt. Mehr >>>
  • Rado HyperChrome „Captain Cook“ (45 mm Version): Kaum frischt Rado einen seiner Klassiker auf, landet die hier eher selten vertretene Marke in den Charts. Den Namen „Captain Cook“ hätte man vielleicht vom Zifferblatt auf den Boden nehmen können, ansonsten: beide Daumen hoch. Mehr >>>
  • Eterna KonTiki Diver 200 (Edelstahl-Version): Gelungene Interpretation der frühen KonTiki; mit In-House Werk (wie bei der limitierten Bronze-Uhr) hätte sogar noch der eine oder andere Platz wett gemacht werden können. Mehr >>>
  • S.U.F. Helsinki „Vetehinen“: wie auch die Eterna wurde die Uhr bereits kurz vor der Messe enthüllt und dürfte dank der auffälligen Zeiger und der ansonsten eher reduzierten Gestaltung vermutlich nicht jedermanns Geschmack sein, aber insbesondere die 26 Stück der blauen Zifferblatt-Version sind doch eigenständig genug, um sich den Platz hier auf der Liste zu sichern. Mehr >>>
  • Breitling SuperOcean Heritage (46mm): War schon die letzten 10 resp. 60 Jahre gut, ist jetzt optisch und inhaltlich aufgefrischt worden. Hoffentlich aber nicht substantiell teurer geworden. Mehr >>>
  • Citizen Promaster Eco-Drive Professional Diver 1000m: Als nicht-mechanische Uhr dürfte die Neuheit von Citizen eigentlich gar nicht auf diese Liste; weil’s aber a) eine von lediglich zwei gänzlich neu gestalteten Uhren ist und b) eine technisch in mehrfacher Hinsicht innovative Taucheruhr ist, gehört die 52,5 mm grosse Promaster hier unbedingt mit drauf, um etwas Gegendruck gegen die fast schon erdrückende Menge an Retro-Uhren auszuüben.
  • Favre-Leuba „Deep Blue“: die Harpoon ist sicherlich innovativer, die Dreizeigerversion dafür aber a) spürbar günstiger und b) auch etwas alltagstauglicher für den konservativen Uhrenträger. Mehr >>>

Und wen’s nun umgehend zum Kommentarfeld zieht, hier zuerst noch das Kleingedruckte zur obigen Auswahl: die L2 wurde streng genommen nicht offiziell an der Baselworld vorgestellt, die Sub 300 Jubiläumsedition datiert aufs Jahr 2016, der Aquapod wurde bereits in Genf gezeigt (und ist streng genommen auch keine Taucheruhr), die Squalematic ist ebenfalls ein alter Bekannter hier, und die beiden neuen Black Bay Versionen, „Steel“ und „S&G“ haben mit dem Datum zwar an Alltagstauglichkeit gewonnen, dafür auch etwas an Symmetrie eingebüsst. Und die Marke war ja schon die Jahre davor regelmässig auf dieser Liste (siehe bspw. 20152014 oder 2013). Zwei vielversprechende Uhren, die leider nicht mehr persönlich in Augenschein genommen werden konnten: die Edox Delfin und die Zodiac Super Sea Wolf 53 Chronometer.

TAG Heuer zeigt in Basel unter anderem auch zwei eher ungewöhnliche neue Farbkombinationen der 43 mm grossen Aquaracer, beide mit Titan-Gehäuse und schwarzer Beschichtung (laut Website PVD) sowie farblich angepasster Leuchtmasse und einer Lünetteneinlage aus Keramik:

Die in der oberen Reihe gezeigte Uhr kommt mit Khaki-farbenem Zifferblatt (Ref. WAY208E.FC8222), die untere mit blauem Camouflage-Muster (Ref. WAY208D.FC8221). Im Innern der bis 300 Meter wasserdichten Uhren ist das Kaliber 5 von TAG Heuer zu finden (ETA 2824), ob die Schliesse/Bandbügel dem Gehäusematerial noch farblich angepasst werden, ist unklar. Beide Versionen kosten CHF 2’600.00 und dürften ab Juni dieses Jahres erhältlich sein.

Die italienische Marke hat sich für 2017 einiges vorgenommen und präsentiert in Basel erste Prototypen eines früheren Modells mit Tiefenmesser, das preislich spürbar unter 3’000 Euro liegen dürfte. Gezeigt wurden drei Zifferblattversionen der „Profundus“, die hellblaue und schwarze sind unten abgebildet. Ebenfalls neu: eine Dreizeigeruhr mit Bronze-Gehäuse und Aufzugskrone bei 2 Uhr.

Selbstverständlich waren aber auch noch die aktuellen Modelle mit in Basel dabei, unter anderem mit angepassten Zifferblattfarben. Ein paar Impressionen:

Mehr Informationen (Hersteller-Site).

Rado hat schon im vergangenen Jahr mit ein paar ausnehmend attraktiven Retro-Modellen bei Uhrenträgern für Aufmerksamkeit gesorgt, die die Marke sonst eher nicht auf dem Radar haben. 2017 dürften definitiv noch ein paar solcher Uhrenträger dazu kommen, denn mit der Neuauflage der Captain Cook aus den 60er-Jahren ist eine überdurchschnittlich interessante Uhrenneuheit gezeigt worden. Aus der Pressemitteilung:

„Die Kollektion ist nach dem britischen Forscher Captain James Cook aus dem 18. Jahrhundert benannt, der Tausende von Kilometern der bis dahin unerforschten Pazifikküste kartografierte und dabei umfassende Kenntnisse auf den Gebieten der Kartografie, Anthropologie und Astronomie gewann.“

Die Rado HyperChrome Captain Cook kommt in drei Versionen: Als optisch praktisch identische Neuauflage mit 37,3 mm kleinem Edelstahl-Gehäuse (Ref. 763.0500.3.130), ETA C07.611 mit rotem Datum und 100 Meter Wasserdichtheit, sowie als weisses Damenmodell mit Steinbesatz (Ref. 763.0500.3.070), schwarzem Datum, Stahlband und ansonsten identischen Daten. Die historisch korrekte Ref. 763.0500.3.130 ist in Anlehnung ans Lancierungsjahr der ersten Captain Cook Taucheruhr auf 1962 Exemplare limitiert, der Gehäuseboden mit dem Zusatz „One out of 1962“ versehen.

Wem das zu wenig ist: Dazu gesellt sich ein 45 mm grosses Modell mit Titangehäuse (Grad 5), 200 Meter Wasserdichtheit und blauem Zifferblatt (Ref. 763.0501.3.220). Krone und Lünette dürften hier aus Edelstahl sein. Bei allen drei Modellen ist die Lünetteneinlage aus Keramik, der Boden graviert und der Anker auf dem Zifferblatt traditionsgemäss schwingend ausgeführt worden. Bilder:

Die 45 mm Version kostet CHF 2’300.00 und müsste, gemeinsam mit den beiden anderen Modellen, im Sommer verfügbar sein.

Auch Blancpain wirft 2017 einen tiefen Blick in die eigene Firmengeschichte:

Die auf 500 Stück limitierte Blancpain „Tribute to Fifty Fathoms MIL-SPEC“ kommt mit dem charakteristischen Feuchtigkeits-Indikator auf dem Zifferblatt (der sich bei Wassereintritt rot verfärbt), der ursprünglich bei den in den 50er-/60er-Jahren bei der US Navy eingesetzten Versionen der Uhr zu finden war:

Im Innern des im Vergleich zur regulären Fifty Fathoms auf 40,3 mm verkleinerten Gehäuses tickt das Blancpain-Kaliber 1511 (sichtbar dank Sichtglasfenster), die Wasserdichtheit beträgt 300 Meter. Preislich liegt die Uhr bei USD 14’100.00. Bilder:

Zusätzlich zeigt die Marke noch eine kleinere Version mit blauem und schwarzem Zifferblatt.  Mehr zur Geschichte der Fifty Fathoms gibt’s hier.

2005 ging auf dieser Website eine Review über den seltenen Taucherchronographen Seamaster 120 live, die in Anlehnung an den den gleichnamigen, grandiosen französischen Film sowie ans blaue Zifferblatt (der ebenfalls nicht unbedingt zierlichen Uhr) den Titel „The Big Blue“ trägt.

12 Jahre später lanciert Omega zur Baselworld eine Seamaster Planet Ocean GMT mit dem offiziellen Namen „Big Blue“, dieses Mal nicht nur in Anlehnung ans blaue Zifferblatt, sondern auch wegen ihres durchgehend blauen Keramik-Gehäuses:

Offiziell heisst die 45,5 mm grosse Ref. 215.92.46.22.03.001 übrigens „Omega Seamaster Planet Ocean 600M Co-Axial Master-Chronometer GMT Big Blue“, womit eigentlich nur noch die Kaliberbezeichnung gesondert erwähnt zu werden bräuchte: Im Innern des Master-zertifizierten Chronometers arbeitet das 8906, das selbst Magnetfeldern von bis zu 15’000 Gauss standhält.

Dazu gesellt sich im etwas kleineren, 43.5 mm Gehäuse die bereits vor der Messe enthüllte „Omega Seamaster Planet Ocean PyeongChang 2018“ (Ref. 522.32.44.21.03.001), die auf 2018 Stück limitiert ist (unten rechts abgebildet). Im Innern tickt das Kaliber 8900.

Eigentliches Highlight der Marke ist aber eindeutig die innerhalb der Trilogie-Kollektion 1957 gezeigte Seamaster 300 (Ref. 234.10.39.20.01.001), die – im Vergleich zur Seamaster 300 Master Co-Axial – nun eine noch eindeutigere Neuauflage des Originals CK2913 (oben links) aus 1957 darstellt. Das Gehäuse misst 39 mm, die Wasserdichtheit ist bis 300 Meter gewährt, im Innern ist das Kal. 8809 zu finden. Die Uhr ist auf 3’557 Stück limitiert, wovon 557 Exemplare nur im Dreierset mit der nicht minder attraktiven Speedmaster- und Railmaster-Hommage ausgeliefert werden.

Schon kurz vor der Messe kündigte Eterna bereits die Neuauflage der ersten Generation der KonTiki-Taucheruhr an, die als Besonderheit mit einem gebürstetem Bronze-Gehäuse und einer Dekompressions-Lünette ausgestattet wurde.

Die Uhr ist auf 300 Stück limitiert, 44 mm gross und bis 200 Meter wasserdicht, der Gehäuseboden ist aus Stahl und mit Sichtglas bestückt. Als Werk kommt das hauseigene 3902 zum Einsatz:

Dazu kommen nun aber auch unlimitierte Modelle im poliertem Edelstahlgehäuse, wahlweise mit Kautschuk- oder Stahlband. Die Bauhöhe fällt etwas flacher aus als beim limitierten Modell, punkto Werk kommt das Sellita SW 200-1 zum Einsatz, zusätzlich gibt’s damit einen massiven Stahlboden und ein Datumsfenster bei 4 Uhr.

Die Version mit hellem, komplett nachleuchtenden Blatt kommt als einzige mit einer Stahleinlage, bei den drei anderen Modellen ist die Lünetteneinlage jeweils aus Keramik. Bilder:

Die Preise starten bei CHF 1’890.00 für die Edelstahluhr mit Kautschukband, resp. CHF 1’990.00 mit Stahlband. Die Bronze-Uhr liegt bei CHF 2’890.00. Auslieferung sollte im Sommer (vermutlich September) erfolgen.

 

Breitling hat die 2007 lancierte SuperOcean Heritage optisch noch etwas stärker ans historische Original (unten) angelehnt…

…und das Innenleben der Dreizeigeruhr gleichzeitig mit dem B20 Kaliber aufgewertet – ein Werk, das in Kooperation mit Tudor entstanden ist und auf dem MT5613 basiert. Zeitgleich wurde auch einer der grössten Kritikpunkte behoben: der Drehring ist neu endlich mit einer Leuchtmarkierung bei 12 Uhr bestückt.

Zwei Gehäusegrössen sind erhältlich (42 und 46 mm, am einfachsten erkennbar an der Platzierung des Datumsfensters), die Lünetteneinlage ist aus Keramik. Vier Zifferblattversionen werden in Basel gezeigt: Silber, schwarz, blau sowie bronze.

Im Chrono (46 mm) tickt nun das Kaliber 13.

Und last but not least gibt’s jetzt auch noch eine SuperOcean Special (44 mm) mit blauer Keramiklünette (ganz rechts).

 

 

Der Zürcher Uhrenhersteller hat ein paar Prototypen einer erfreulich schlichten Taucheruhr auf Basis ETA 2824 (Top) nach Basel gebracht: Die in Zusammenarbeit mit Fabian Schwaerzler entstandene „L2“ bringt 42 mm Durchmesser mit und wird vorerst in drei Varianten erhältlich sein: Edelstahl, Edelstahl mit DLC und Bronze, bei den Bändern gibt’s bereits ein knappes Dutzend an Alternativen.

Die einseitig rastende Lünette hat 120 Klicks, das Gehäuse ist bis 300 Meter wasserdicht und mit einem integrierten Heliumventil bei 9 Uhr ausgestattet. Auf dem massiven Gehäuseboden ist in Anlehnung ans Zürcher Wappentier „Züri-Leu“ ein fürs Wasser entsprechend besser geeigneter Seelöwe graviert worden.

Preise starten bei CHF 3’770.-, die Uhr wird auf Sommer 2017 erhältlich sein. Bilder:

Weitere Infos hier.

Doxa gewährte ja schon im vergangenen Jahr einen ersten Blick auf die gelungene Jubiläums-Edition der Sub 300 Professional, an der aktuellen Baselworld debütierten nun auch die beiden Versionen „Sharkhunter“ (schwarz) und „Searambler“ (silber).

Die technischen Spezifikationen bleiben unverändert: COSC-zertifiziertes 2824, 42 mm Durchmesser, 300 Stück pro Farbe, Preis ab USD 1’990.00 (je nach Zeitraum Bestellphase).

Und weil man bekanntlich ja nie genügend Subs sehen kann, hier grad noch ein Zugaben u.a. von der 1500T, T-Graph und einer Vintage Sub mit Aqua-Lung Logo (Grossansicht nach Klick):

Mehr Infos hier.

Die ersten Prototypen wurden ja schon inoffiziell an der Baselworld 2016 gezeigt, in diesem Jahr aber war die reanimierte Traditionsmarke Favre-Leuba endlich wieder mit einem richtigen Stand und einer umfangreichen Kollektion gebührend auffällig vertreten.

Die von der Taucheruhren-Historie inspirierten Automatik-Modelle teilen sich auf in Raider „Harpoon“ (Heliumventil bei 2 Uhr, 46 mm Gehäuse, 500 Meter Wasserdichtheit, kurzer Stundenzeiger), „Deep Blue“ (44 mm Durchmesser, 300 Meter Wasserdichtheit, eine Krone, längerer Stundenzeiger) und „Sea Sky“ (44 mm Durchmesser, 200 Meter Wasserdichtheit, Chronograph), jeweils mit unterschiedlichen Zifferblattfarben, Bändern und alternativ mit oder ohne PVD-Beschichtung erhältlich.

Die „Harpoon“ kostet je nach Konfiguration zwischen CHF 4’450.00 und 4’960.00, die „Deep Blue“ zwischen CHF 2’290.00 und 2’790.00, die „Sea Sky“ zwischen CHF 4’300.00 und 4’800.00.

Bei der Harpoon übernimmt dank eines selbst entwickelten Moduls eine äussere Stundenscheibe die Anzeige der selbigen. Aus der Mitte werden somit lediglich Minuten (Tauchzeit) und Sekunden (Funktionskontrolle) angezeigt; hier ist es also grad 10:10 Uhr und ca. 39 Sekunden:

Weitere Bilder:

Gut gelöst: die Gravur des zweiteiligen, verschraubten Gehäusebodens ist stets gerade ausgerichtet, weil der innere Teil erst nach Verschrauben eingesetzt wird.

Mehr Info.

Stepan Sarpanevas Zweitmarke „SarpanevaUhrenFabrik“ (S.U.F.) stellt an der Baselworld eine Kleinstauflage einer 42 mm grossen Taucheruhr namens „Vetehinen“ (benannt nach einem finnischen U-Boot) vor, die vom Eterna-Kaliber 3901 angetrieben werden. Preislich liegt das Modell bei 3’750.00 Euro, die Limitierung beträgt mit grösster Wahrscheinlichkeit 26 Stück pro Farbe. Bilder:

Die seit ein paar Monaten gänzlich in Schweizer Hand befindende Luminox hat ihre mechanisches Taucheruhrenmodell „Deep Dive“ einem Facelift unterzogen und dabei auch gleich ein paar Verbesserungen im Vergleich zum Vorgängermodell (siehe Review hier) umgesetzt: Das Band ist nun mit herkömmlichen Anstössen befestigt, das Gehäuse optisch etwas schlanker/aufwändiger gemacht worden.

Geblieben sind der patentierte Kronenschutzbügel, das integrierte Heliumventil, die für die Marke typischen Leuchtröhrchen auf Zeiger und Zifferblatt sowie die Wasserdichtheit von 500 Meter. Zwei Modelle wurden gezeigt, eine schwarze PVD-Version (Ref. 1521) sowie eine Uhr mit blauem Blatt und regulärem Edelstahlgehäuse (Ref. 1523). Bilder (Grossansicht nach Klick):

Beim Werk kommt vermutlich ein ETA 2836-2 mit Tages- und Datumsanzeige zum Einsatz, der Gehäusedurchmesser beträgt 44 mm. Preislich liegen die Uhren bei CHF 1’875.00 (Stahl) und 2’050.00 (PVD), die Auslieferung der ersten Modelle sollte im Herbst erfolgen.

2017 bringt bei den Tauchuhren von Oris unter dem Stichwort „gelungene Modellpflege“ mehr Evolution denn Revolution: dass die ganze Aquis-Reihe sanft überarbeitet werden würde, war bereits im Vorfeld bekannt geworden, ebenso die Existenz der limitierten Hammerhead-Edition (Ref. 01-752-7733-4183) mit Wochentags- und Datumanzeige (die tatsächlich mit gesponserten Peilsendern die Erforschung und damit den Schutz dieser Haiart unterstützt).

Insofern sind der Meistertaucher (Ref. 01 749 7734 7154) und die limitierte Aquis Staghorn (Ref. 01 735-7734 4185, benannt nach einer Korallenart) mit Tagesanzeige auf dem Zifferblatt die eigentlichen Baselworld-Neuheiten. – Zumindest bei den Taucheruhren, denn darüber hinaus gab’s bei Oris heuer vor allem in der Fliegeruhren- sowie bei den Chronoris-Modellen noch ein paar weitere, äusserst ansprechende News.

Die Bilder:

Heute gab Seiko an der Baselworld bekannt, „Grand Seiko“ ab sofort als unabhängige Marke zu behandeln, was sich für Endkonsumenten unter anderem darin zeigt, dass nur noch das GS-Logo auf dem Zifferblatt zu finden ist (neu bei 12 Uhr).

Nebst den klassischeren Modellen wird damit auch die erste, rein mechanische Taucheruhr der Marke lanciert, und zwar in zwei Ausführungen (die blaue Version ist auf 500 Stück limitiert, links ist die unlimitierte Version abgebildet), beide mit 9S85 Hi-Beat-Werk und wasserdicht bis 600 Meter. Das 46.9 mm grosse Gehäuse ist aus Titan.

Die blaue SBGH255 kostet 12’300.00 Euro, die schwarze SBGH257 12’100.00 Euro.

Certina hat das Dreizeigermodell und den Chronographen etwas überarbeitet und um eine Farbvariante ergänzt (schwarz/grün):

Zum Vergleich, die früheren Versionen:

Nach dem ersten Tag in Basel scheint es, dass Seiko gleich mehrere Kandidaten für eine Top-Ten-Liste der Baselworld-Taucheruhren mitgebracht hat: Angefangen bei der Rückkehr der (nun offiziell so bezeichneten) 43,8 mm grossen „Samurai“ (erste Reihe links und Mitte) mit dem Kaliber 4R36, der auf 2’000 Stück limitierten Neuauflage (SLA017J1) von Seikos erster Taucheruhr (erste Reihe rechts) auf Basis 8L35 (39,9 mm Durchmesser, 200m Wasserdichtheit, Saphirglas, 3’800 Euro), deren zeitgemässe Weiterentwicklung (zweite Reihe links SPB053J1 und Mitte SPB051J1) mit 42,6 mm Durchmesser und 6R15 bis hin zu den beiden Grand Seikos Hi-Beat Modellen mit dem 9S86 (unten rechts) – die Chancen stehen somit mehr als gut, dass mindestens eine davon hier noch als ausführliche Review dran kommt:

Plus: Nicht alle Neuheiten wurden in der Vitrine gezeigt, es dürfte also noch die eine oder andere zusaätzliche Variante rumgeistern (bspw. die beiden blauen Versionen der Turtle, SRPB11K1, und Samurai, SRPB09K1).

Interessanterweise haben sich die Gerüchte fast ausnahmslos als wahr erwiesen: Rolex spendiert der Sea-Dweller 4000 eine Lupe und einen roten Schriftzug zum 50jährigen Jubiläum und vergrössert das Gehäuse gleichzeitig auf 43 mm. Damit einher gegangen ist auch ein 0,1 mm dickeres Glas, um die Wasserdichtheit unverändert zu belassen. Im Innern tickt neu das Kal. 3235.

Spannend dürfte der mögliche Impact auf die etwas kleinere Submariner Date sein (die bekanntlich schon immer eine Lupe hat) resp. der Einfluss auf die grössere Deepsea (die weiterhin historisch korrekt ohne auskommt) sein: Allenfalls könnten mit der Neuen nämlich gleich zwei Modelle kanibalisiert werden, im besten Fall aber tritt damit die erhoffte Stärkung der Sea-Dweller 4000 wie gewünscht ein.

Preislich liegt die neue SD bei CHF 10’800.00. Weitere Bilder: