Carl F. Bucherer bringt eine auf 188 Stück limitierte Sonderedition der Patravi ScubaTec raus (siehe Review Basismodell hier); der Clou: die Gehäusebodengravur ist jeweils dem individuellen Muster eines von 188 registrierten Manta-Rochen nachempfunden; damit ist jede Uhr einem spezifischen Tier zugeordnet, das der Besitzer (der Uhr) zudem taufen und online tracken kann (dafür gibt’s eine relativ unpersönliche „One out of 188“ Gravur auf dem Gehäuseboden). Ein Teil des Erlöses der CHF 5’900.- teuren Uhr geht an den Manta Trust, der sich dem Schutz und Erforschung dieser Tiere widmet.

Die Patravi ScubaTec Manta Trust (Ref. 10632.23B) kommt im 44,6 mm grossen, bis 500 Meter wasserdichten Gehäuse mit integriertem Heliumventil; das COSC-zertifizierte CFB 1950.1 Werk basiert entweder auf dem Sellita SW200 oder dem ETA 2824. Die Lünetteneinlage ist aus Keramik, das graue Zifferblatt mit einem Manta-Motiv versehen, geliefert wird die Uhr an einem schwarzen Kautschukband mit massiver Edelstahl-Doppelfaltschliesse.

Mehr Bilder:

Fazit: Farblich die bislang attraktivste Version der Uhr, die individuelle Gravur ist ein interessantes Detail, das die Uhr zudem mit einer guten Sache (und guten Story) verknüpft.

Die Kuratoren des Omega Museums in Biel haben augenscheinlich ein weiteres Seamaster-Modell gefunden, das es so nie in die Serienproduktion geschafft hat: Die (frühe) Vorserienstudie der Seamaster 120 aus den 70er-Jahren verfügt noch über die Ploprof-typische Lünette und über ein ovales Gehäuse, das etwas näher am Prototypen der 1000er liegt. Fürs Zifferblatt wurde in diesem Projektstadium noch ein Dummy eingesetzt. Durchgesetzt hat sich dann aber die „Baby Ploprof“:

Mehr über die Taucher-Prototypen im Omega Museum.

Letzte Woche fanden in London einerseits die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 statt, bei denen Seiko wiederum als offizieller Zeitmesser agierte (Seiko arbeitet mit dem internationalen Leichtathletikverband seit 1985 zusammen und hat bei über 150 Veranstaltungen insgesamt 24 Weltrekorde gemessen), andrerseits reiste Shuji Takahashi, President und COO der Seiko Watch Corporation an, um in Knightsbridge den jüngsten Flagship-Store der Marke zu eröffnen: „We have long wanted to open a Seiko Boutique in London and I am delighted that we have now found the perfect location where we can show the world the full range of our Seiko and Grand Seiko collections. I can promise every visitor a uniquely enjoyable and informative experience of our watches and of what makes them special.“  

Ein paar Impressionen:

 

Nachdem in der Schweiz vor ein paar Tagen die Auslieferung der Rado HyperChrome Captain Cook (siehe Vorstellung hier) endlich begonnen hat, zeigt sich, dass sich drei zusätzliche Versionen zur Kollektion gesellen, die man so in Basel nicht gezeigt hatte:

Von der 37,3 mm sowie von der 45 mm grossen „XXL“ Version gibt’s nun einerseits auch je ein schwarzes Zifferblattmodell (unlimitiert, mit oder ohne Stahlband), bei der letzt genannten kommt dann noch eine braune Zifferblattversion mit braunem Lederband und Lünetteneinlage dazu, die zumindest im Händlerkatalog sehr überzeugt (Ref. 763.0501.3.130/R32 50130 5). Oben abgebildet: die alternative Zifferblattversion des 37,3 mm Modells.

Die auf 1962 Stück limitierte Uhr im 37,5 mm Gehäuse liegt bei CHF 1’900.-, bei den drei Grossen scheint man bei Rado bei 2’300.- zu starten, fürs Metallband kommen nochmals CHF 200.- dazu.

Während zusätzliche Varianten auf ein unerwartet grosses Interesse in Basel hindeuten, scheint der Fachhandel noch etwas zu schwanken, ob man das Thema Re-Edition auch mit Rado abdecken kann.

Nachdem für Sommer 2016 schon eine blaue Variante (Ref. 102504) der bis 300 Meter wasserdichten Taucheruhr von Bulgari lanciert worden war, ist man bei der italienischen Marke für 2017 nochmals etwas tiefer in die Farbenwelt eingetaucht: Orange (Ref. 102787), gelb (Ref. 102788) und weiss (Ref. 102733) sind die drei jüngsten Ergänzungen der Reihe:

Die Wasserdichtheit des dreiteiligen Gehäuses liegt bei 300 Meter, der Gehäusedurchmesser beträgt 41 mm. Bei den Bändern ist wahlweise ein farblich passendes Kautschukband mit Dornschliesse oder ein Stahlband mit Faltschliesse erhältlich. Angetrieben wird die Dreizeigeruhr vom Inhouse-Werk BVL 191 mit Genfer Streifen und rund 42 Stunden Gangreserve. Weitere Infos und Bilder.

Das deutsche Uhrenportal Watchtime.net sucht auch in diesem Sommer die heisseste Uhr fürs Wasser, und wer seine Stimme in vier Kategorien abgibt, kann mit etwas Glück auch gleich eine solche sein Eigen nennen: Als Hauptgewinn verlost Watchtime.net nämlich eine Aquis Date von Oris (bereits mit dem neuen, nicht abgebildeten Zeigersatz). Zusätzlich gibt’s ein Wochenende an der MunichTime, inkl. Hotelübernachtung (26. bis 27. Oktober 2016).

Als zweiten Preis gibt’s ein Jahresabonnement der Zeitschriften Chronos oder Uhren-Magazin, für den dritten bis zehnten Preis gibt’s das Buch „Sammlerträume – Die hundert berühmtesten Rolex-Uhren“. Teilnahmeschluss ist der 20.08.2017.

Zur Uhrenwahl >>>

 

Die Marke aus Schaffhausen lässt die frühere Kooperation mit Porsche nochmals aufleben: In Form der IWC Aquatimer 2000 „35 Jahre Ocean 2000“ (Ref. IW329101) präsentiert IWC ein auf 350 Stück limitiertes Sondermodell, das in mehrfacher Hinsicht aus der Reihe tanzt: Erstens ist damit erstmals in der 2014 lancierten Gehäuse-Generation wieder ein 42 mm Modell erhältlich, das bis 2’000 Meter wasserdicht ist (dies war bislang den beiden 48,4 mm grossen Versionen mit In-house-Werk vorbehalten, während die 42 mm Automatik-Modelle „nur“ bis 300 Meter wasserdicht und mit dem 30120 Kaliber auf ETA-Basis ausgestattet sind, das auch hier Verwendung findet). Zweitens taucht damit der Name „Ferdinand A. Porsche“ nach langer Abwesenheit wieder in Zusammenhang mit aktuellen IWC-Modellen auf, und drittens ist das Gehäuse der Uhr nicht aus Stahl, sondern aus Titan (was in der jüngeren Vergangenheit ebenfalls den beiden Referenzen IW358001 und IW358002 vorbehalten war, aber angesichts der Ocean-Historie natürlich völlig Sinn macht). Das in der Regel eher selten gefeierte Jubiläum von 35 Jahren wäre dann noch als vierter Punkt zu erwähnen, aber schliesslich soll man Feste ja feiern, wie sie fallen – vor allem, wenn dabei ein optisch dermassen attraktives Produkt resultiert. Die Bilder:

Die Gehäuse-Höhe liegt mit 14,5 mm nur leicht über den 14 mm hohen Automatik-Modellen, der Preis dafür mit CHF 7’900.00 gleich etwas mehr als 20% über dem regulären Modell. Das Kautschukband ist mit einem proprietären Schnellwechsel-Mechanismus versehen (ein Titanband dürfte momentan nicht verfügbar sein), die Limitierung wie bei IWC mittlerweile typisch als „One out of“ gefolgt von der Gesamtauflage auf dem Boden vermerkt.

Aus der Pressemitteilung:

„Designmerkmale wie das schwarze Zifferblatt, die mit Leuchtmasse beschichteten weissen Zeiger und Indizes oder die rote Spitze des Sekundenzeigers sind von der Ocean 2000 inspiriert. Auch die markanten Griffmulden auf dem Drehring und das lamellenartige Kautschukarmband zollen dem Porsche-Original aus dem Jahr 1982 Tribut.“

Fazit: Grundsätzlich wäre das genau die Dreizeiger-Uhr, die IWC im Jahr 2014 mit dem Aquatimer-Relaunch hätte einführen sollen: eine tragbare Grösse, die für die Linie seit den 80er-Jahren mittlerweile typische Wasserdichtheit von 2’000 Metern und das ebenso typische Gehäuse aus Titan. – Wäre das Ganze preislich etwas weniger ambitioniert (mit ETA-Kaliber), oder sogar etwas teurer, dafür mit In-house-Kaliber bestückt, das hier wäre definitiv eine fast unwiderstehliche Taucheruhr. – Die Existenz der bis 300 Meter wasserdichten IW329001 und IW329003 mit ETA-Kaliber zu einem Preis von CHF 5’500.00 und der bis 2’000 Meter wasserdichten IW358002/IW358001 zu einem Preis von CHF 9’500.00 dürften indes genau diese preisliche Positionierung verunmöglicht haben. Und fairerweise muss an der Stelle auch erwähnt werden, dass sowohl das Kal. 82110 (aktuell in der CF4 Aquatimer mit Bronze-Gehäuse angekündigt), als auch das in der Aquatimer 2000 verbaute Kal. 80110 beide 30 mm Durchmesser mitbringen und die gebotenen 42 mm Gehäuse-Durchmesser und 2’000 Meter Wasserdichtheit vermutlich torpediert hätten (das vergleichsweise flache 2892 von ETA lebt mit 25,6 mm Durchmesser gleich zweifach auf kleinerem Fuss und dürfte dadurch den Produktentwicklern das Leben weniger schwer gemacht haben). Der Bezug zur Ocean wirkt in dieser Form zwar etwas gesucht, ist aber verschmerzbar.

In diesem Sinne: 3 Jahre nach dem Launch hat IWC eindrücklich gezeigt, welches Potential in der Reihe steckt, und wer sich für eines der 350 Exemplare interessiert, sollte vermutlich nicht zu lange mit der Lektüre dieses Texts zubringen.

Die Aquatimer 2000 „35 Jahre Ocean 2000“ ist ab Juli in den Boutiquen der Marke erhältlich. Mehr über die Aquatimer-Geschichte gibt’s u.a. hier: GST Aquatimer / Aquatimer 2014.

Die 2016 erstmals gezeigte Prospex Marinemaster 1000 SBEX005 mit dem Hi-Beat-Werk 8L55 basiert grundsätzlich auf der SBEX001 von 2015, kommt aber mit einem blauem Zifferblatt mit Seigaiha-Muster und blauer Drehring-Einlage. Wie es scheint, ist das Modell auch ausserhalb Japans offiziell erhältlich, vermutlich aber ausschliesslich in den Boutiquen der Marke:

Für manchen dürfte das von Nobuhiro Kosugi verantwortete Zifferblatt-Design der 48.2mm × 19.7mm grossen Uhr allenfalls etwas zu verspielt sein, während für andere genau das der Grund sein könnte, sich für diese Version der Hi-Beat-Marinemaster zu entscheiden: Nobuhiro Kosugi war bereits für das Fugaku-Tourbillon von Credor verantwortlich:

„Watch designer at Seiko Instruments Inc. Nobuhiro Kosugi was recently chosen as a winner of the Medal with Yellow Ribbon. […] With experience in watch design spanning about forty years, Nobuhiro Kosugi’s career has focused primarily on developing designs for the mechanical models of the luxury Grand Seiko watch brand“

Die in Arizona beheimatete, gleichnamige Uhrenmarke von Geoffrey Roth führt unter anderem auch ein Modell für den Unterwassereinsatz in der Kollektion, von dem man im doppelten Sinne noch nichts gehört haben dürfte: erstens ist Geoffrey Roth an sich hierzulande eher wenig bekannt (macht aber seit 1998 Uhren), zweitens liegt eine der Besonderheiten des Modells HHS/D eben genau darin, dass sich die einseitig drehbare Lünette gänzlich ohne Klick-Geräusche und Rastung bewegen lässt: „…our New Geoffrey Roth Diver in Stainless Steel and Phosphor Bronze with our Patent-Pending Silky Smooth Unidirectional bezel.“

Unabhängig, ob man nun einen 5- oder 1-Minuten-Schritt macht, die Lünette lässt sich nie im Uhrzeigersinn drehen, geht aber völlig lautlos im Gegenuhrzeigersinn weiter. Funktional dürfte sich der Vorteil dieser Lösung darin bemerkbar machen, dass zwischen Gehäuse und Drehring kein Abstand vorhanden ist, Kampftaucher und Teilzeit-Ninjas könnten damit selbstverständlich noch etwas lautloser agieren.

Als verbindendes Element der Uhren der Marke findet sich ein Rubin auf der Krone. Lünette, Zifferblatt und Krone sind in der hier gezeigten Ausführung aus Bronze, das 46 mm grosse, bis 1’000 Meter getestete Gehäuse aus Edelstahl, andere Konfigurationen sind auf Wunsch erhältlich. Beim Werk kommt ein 2892 von ETA zum Einsatz, die Preise gehen bei 8’500 Dollar los.

Positiv: die Uhr kommt mit einem ausreichend langen Kautschukband, und die Gestaltung der HHS/D ist etwas weiter weg vom Einheitsbrei, der Preis dafür längst auf dem Niveau der Marke mit der Krone. Die Lünette ist tatsächlich spannend umgesetzt, aber vermutlich nichts für Menschen, die gerne und häufig mit selbiger hantieren – da freut man sich dann über die Klickgeräusche und das schrittweise Feedback. Den Minutenzeiger hat man optisch vom Stundenzeiger gelöst, aber vermutlich wäre ein etwas ähnlicherer Zeiger optisch harmonischer gewesen; der Sekundenzeiger kommt ohne Leuchtmasse.

Weitere Bilder:

Weitere Informationen.

Da scheint ausnahmsweise was durch die Lappen gegangen zu sein: ZRC hat im Frühling 2016 je zwei neue Versionen der Grands Fonds „Marine Nationale“ und der „Sport Chic“ lanciert: Von der „Marine Nationale“ gibt’s jetzt zusätzlich noch zehn Exemplare mit massivem Goldgehäuse und Lederband (GF40185), sowie eine optisch attraktive Stahl-Version mit schwarzer DLC-Beschichtung und Datum (GF40178), die aufgrund der Beschichtung offenbar mit Leder- oder Nato-, aber ohne dem charakteristischen, flexiblen Metallband kommt.

Dazu kommt eine Stahl-Version der Grands Fonds „Sport Chic“ Ausführung mit den massiven Zeigern der „Marine Nationale“, aber im Vergleich zum hier vorgestellten Modell mit leicht anderem ZB-Aufdruck (französische statt englische Bezeichnungen in der unteren Hälfte) und, wie schon bei der DLC-Version, mit Datumsfenster bei 3 Uhr (GF40163), was somit leichte Zweifel an der stringenten Produkteinteilung zwischen „Sport Chic“ und „Marine Nationale“ aufkommen lässt. – Hätte man ja auch als „Marine Nationale Date“ bezeichnen können… Unabhängig davon gibt’s noch eine Version mit schmalem Zeigersatz, braunem Zifferblatt, passendem Drehring-Inlay und Lederband (GF40195).

Zu den Preisen gibt’s momentan keine Infos, bis auf die Massivgold-Version dürften sich die Stahlmodelle aber vermutlich im seit 2015 bekannten Rahmen von 2’490.00 Euro bis 3’390.00 bewegen.

Mehr über das 2015 lancierte Modell gibt’s hier als Review.