Kommenden November findet zum siebten Mal die alle zwei Jahre durchgeführte Only Watch Auktion statt. Der Erlös der versteigerten uhrmacherischen Einzelstücke geht traditionell zu Gunsten der Erforschung von Muskeldystrophie, für die teilnehmenden Marken bietet die Plattform eine willkommene PR-Bühne – und manchmal auch ein Testlabor für bevorstehende Launches. Mit Drehring sind heuer zwei Kandidaten vertreten:

  • Die Tudor Black Bay Bronze One (Ref. 7925/001) kommt als eine von insgesamt drei Bronze-Uhren (Montblanc, Girard-Perregaux und Tudor) mit 43 mm Bronze-Gehäuse, Khaki-farbenem Zifferblatt und Band – und vor allem erstmals als Linkshänderversion „LHD“ mit der Krone bei 9 Uhr. Als Antrieb kommt das Inhouse-Kaliber MT5601-LHD mit COSC zum Einsatz, WaDi liegt bei 200m, der Schätzpreis zwischen CHF 4’500.00 und 5’500.00. Mehr über die Black Bay gibt’s hier: Link.
  • Optisch ebenfalls stark militärisch gibt sich die Blancpain Tribute to Fifty Fathoms MIL-SPEC „Only Watch unique piece“ (Ref. 5008A-1130-NABA), die auf dem 2017 vorgestellten Modell mit 40,3 mm Gehäuse und Feuchtigkeits-Indikator auf dem Zifferblatt basiert. Im Vergleich zum Serienmodell wurde diese Version farblich stärker ans Gelb der Only Watch Auktion angepasst; im Innern des bis 300 wasserdichten Gehäuses tickt das Inhouse-Kaliber 1151 mit einer speziellen Rotor-Gravur. Schätzpreis liegt bei CHF 10,000.00 bis 17,000.00. Mehr über die Fifty Fathoms gibt’s hier, mehr über die 2017er MIL-SPEC hier.

Ein paar Ansichten:

Versteigert werden die insgesamt 50 Uhren am 11. November in Genf, Highlight dürfte die Ref. 5208T-010 von Patek Philippe mit Titangehäuse sein. Schätzpreis liegt hier zwischen CHF 900,000.00 und 1’100’000.00.

Während die Uhrenwelt derzeit fast ausschliesslich auf die erstmals zum Kauf stehende „Paul Newman“ Daytona von Rolex schielt, hat’s bei Phillips aber auch unter den „regulären“ Auktionaten ein paar spannende Brocken, die einen zweiten Blick wert sind. Zum Beispiel:

Winning Icons – Legendary Watches of the 20th Century (26. Oktober 2017, New York)
Lot 2, IWC Aquatimer Ref. 812 von 1977, CHF 7’800.00 bis 15’600.00
Lot 4, Rolex Submariner Ref. 1680 von 1969, CHF 19’500.00 bis 39’000.00
Lot 29, Jaeger-LeCoultre Deep Sea Alarm Ref. E857 von 1960, CHF 48’700 bis 97’400.00
Lot 33, Rolex Submariner „Big Crown“ Ref. 6200 von 1954, CHF 244’000.00 bis 487’000.00

Geneva Watch Auction 6 (11. bis 12. November 2017, Genf)
Lot 125, Blancpain Fifty Fathoms 1970, CHF 10’000.00 bis 15’000.00
Lot 209, Panerai Luminor Ref. 6152/1 von 1955, CHF 80’000.00 bis 160’000.00

Den Zeitmeister von Wempe gibt’s seit Kurzem auch in einer auf 100 Stück limitierten Ausführung in Bronze (Ref. WM690007). Der Gehäusedurchmesser liegt bei 45 mm, der Boden ist aus Titan gefertigt und trägt die Gravur der Glashütter Sternwarte. Im Innern kommt das Valjoux 7750 zum Einsatz, der Preis liegt bei USD 6’900.00 resp. EUR 5’975.00. Bilder:

Die Aquatimer Perpetual Calendar Digital Date-Month Edition „50 Years Aquatimer“ (Ref. IW379403) dürfte nicht nur eine der Uhren von IWC mit dem längsten Namen sein, sondern mit 49 mm Durchmesser und 19,5 mm Bauhöhe auch weiterhin eine der grössten der Marke. Im Prinzip handelt es sich bei dem 50-Jahre-Jubiläumsmodell um die dritte Version des 2014 eingeführten Modells, kommt aber als Neuerung erstmals mit dem neu entwickelten Gehäusematerial „Ceratanium“. Dazu die Pressemitteilung:

„Mehr als fünf Jahre haben die Materialspezialisten von IWC an der Entwicklung dieses neuen Werkstoffs auf der Basis einer Titanlegierung gearbeitet. Durch den speziellen Herstellungsprozess erhält das Metall eine schwarze, keramische Oberfläche. Ceratanium ist deshalb so leicht und bruchfest wie Titan, gleichzeitig aber auch hart und kratzfest wie Keramik. Das Material punktet zudem mit seiner Hautverträglichkeit und der hohen Korrosionsbeständigkeit.“

Wie schon bei den Vorgänger-Modellen der Linie ist auch dieser ewige Kalender auf 50 Exemplare limitiert. Im Innern des lediglich bis 100 Meter wasserdichten schwarzen Gehäuses arbeitet das Inhouse-Kaliber 89802 mit digitaler Grossanzeige des Datums und des Monats, Schaltjahresanzeige, Stoppfunktion Stunde, Minute und Sekunde. Der Totalisator bei 12 Uhr zeigt kombiniert Stunden- und Minuten an.

Die Uhr ist ab sofort zum symbolträchtigen Preis von CHF 50’000.00 in den IWC-Boutiquen erhältlich.

Carl F. Bucherer bringt eine auf 188 Stück limitierte Sonderedition der Patravi ScubaTec raus (siehe Review Basismodell hier); der Clou: die Gehäusebodengravur ist jeweils dem individuellen Muster eines von 188 registrierten Manta-Rochen nachempfunden; damit ist jede Uhr einem spezifischen Tier zugeordnet, das der Besitzer (der Uhr) zudem taufen und online tracken kann (dafür gibt’s eine relativ unpersönliche „One out of 188“ Gravur auf dem Gehäuseboden). Ein Teil des Erlöses der CHF 5’900.- teuren Uhr geht an den Manta Trust, der sich dem Schutz und Erforschung dieser Tiere widmet.

Die Patravi ScubaTec Manta Trust (Ref. 10632.23B) kommt im 44,6 mm grossen, bis 500 Meter wasserdichten Gehäuse mit integriertem Heliumventil; das COSC-zertifizierte CFB 1950.1 Werk basiert entweder auf dem Sellita SW200 oder dem ETA 2824. Die Lünetteneinlage ist aus Keramik, das graue Zifferblatt mit einem Manta-Motiv versehen, geliefert wird die Uhr an einem schwarzen Kautschukband mit massiver Edelstahl-Doppelfaltschliesse.

Mehr Bilder:

Fazit: Farblich die bislang attraktivste Version der Uhr, die individuelle Gravur ist ein interessantes Detail, das die Uhr zudem mit einer guten Sache (und guten Story) verknüpft.

Die Kuratoren des Omega Museums in Biel haben augenscheinlich ein weiteres Seamaster-Modell gefunden, das es so nie in die Serienproduktion geschafft hat: Die (frühe) Vorserienstudie der Seamaster 120 aus den 70er-Jahren verfügt noch über die Ploprof-typische Lünette und über ein ovales Gehäuse, das etwas näher am Prototypen der 1000er liegt. Fürs Zifferblatt wurde in diesem Projektstadium noch ein Dummy eingesetzt. Durchgesetzt hat sich dann aber die „Baby Ploprof“:

Mehr über die Taucher-Prototypen im Omega Museum.

Letzte Woche fanden in London einerseits die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2017 statt, bei denen Seiko wiederum als offizieller Zeitmesser agierte (Seiko arbeitet mit dem internationalen Leichtathletikverband seit 1985 zusammen und hat bei über 150 Veranstaltungen insgesamt 24 Weltrekorde gemessen), andrerseits reiste Shuji Takahashi, President und COO der Seiko Watch Corporation an, um in Knightsbridge den jüngsten Flagship-Store der Marke zu eröffnen: „We have long wanted to open a Seiko Boutique in London and I am delighted that we have now found the perfect location where we can show the world the full range of our Seiko and Grand Seiko collections. I can promise every visitor a uniquely enjoyable and informative experience of our watches and of what makes them special.“  

Ein paar Impressionen:

 

Nachdem in der Schweiz vor ein paar Tagen die Auslieferung der Rado HyperChrome Captain Cook (siehe Vorstellung hier) endlich begonnen hat, zeigt sich, dass sich drei zusätzliche Versionen zur Kollektion gesellen, die man so in Basel nicht gezeigt hatte:

Von der 37,3 mm sowie von der 45 mm grossen „XXL“ Version gibt’s nun einerseits auch je ein schwarzes Zifferblattmodell (unlimitiert, mit oder ohne Stahlband), bei der letzt genannten kommt dann noch eine braune Zifferblattversion mit braunem Lederband und Lünetteneinlage dazu, die zumindest im Händlerkatalog sehr überzeugt (Ref. 763.0501.3.130/R32 50130 5). Oben abgebildet: die alternative Zifferblattversion des 37,3 mm Modells.

Die auf 1962 Stück limitierte Uhr im 37,5 mm Gehäuse liegt bei CHF 1’900.-, bei den drei Grossen scheint man bei Rado bei 2’300.- zu starten, fürs Metallband kommen nochmals CHF 200.- dazu.

Während zusätzliche Varianten auf ein unerwartet grosses Interesse in Basel hindeuten, scheint der Fachhandel noch etwas zu schwanken, ob man das Thema Re-Edition auch mit Rado abdecken kann.

Nachdem für Sommer 2016 schon eine blaue Variante (Ref. 102504) der bis 300 Meter wasserdichten Taucheruhr von Bulgari lanciert worden war, ist man bei der italienischen Marke für 2017 nochmals etwas tiefer in die Farbenwelt eingetaucht: Orange (Ref. 102787), gelb (Ref. 102788) und weiss (Ref. 102733) sind die drei jüngsten Ergänzungen der Reihe:

Die Wasserdichtheit des dreiteiligen Gehäuses liegt bei 300 Meter, der Gehäusedurchmesser beträgt 41 mm. Bei den Bändern ist wahlweise ein farblich passendes Kautschukband mit Dornschliesse oder ein Stahlband mit Faltschliesse erhältlich. Angetrieben wird die Dreizeigeruhr vom Inhouse-Werk BVL 191 mit Genfer Streifen und rund 42 Stunden Gangreserve. Weitere Infos und Bilder.

Das deutsche Uhrenportal Watchtime.net sucht auch in diesem Sommer die heisseste Uhr fürs Wasser, und wer seine Stimme in vier Kategorien abgibt, kann mit etwas Glück auch gleich eine solche sein Eigen nennen: Als Hauptgewinn verlost Watchtime.net nämlich eine Aquis Date von Oris (bereits mit dem neuen, nicht abgebildeten Zeigersatz). Zusätzlich gibt’s ein Wochenende an der MunichTime, inkl. Hotelübernachtung (26. bis 27. Oktober 2016).

Als zweiten Preis gibt’s ein Jahresabonnement der Zeitschriften Chronos oder Uhren-Magazin, für den dritten bis zehnten Preis gibt’s das Buch „Sammlerträume – Die hundert berühmtesten Rolex-Uhren“. Teilnahmeschluss ist der 20.08.2017.

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