Für einen in Sachen Marinemaster eher konservativ denkenden Menschen ist die erste Begegnung mit der unter der Ref. SLA021j1 geführten Nachfolgerin eigentlich überraschend gut verlaufen: Insgesamt wirkt die Uhr auch weiterhin gut am Handgelenk, die Keramik-Lünette, das Saphirglas und die neue Zifferblattgestaltung sind bedeutend unauffälliger, als dies die ersten Pressebilder hatten vermuten lassen. Der goldfarbene Sekundenzeiger ist in Kombination mit der farblich angepassten Tiefenangabe vielleicht sogar eine optische Verbesserung, auch wenn damit der Name „Marinemaster“ verloren gegangen ist. Nichtsdestotrotz ist der Preis von mittlerweile € 3’200.00 ein grosser Schritt im Vergleich zur SBDX001 oder SBDX017, vor allem, wenn’s an der Vorgängerin herzlich wenig zu kritisieren gab. Bilder:

Die wichtigsten technischen Details: 44,3 mm grosses Monobloc-Gehäuse aus Edelstahl (mit Diashield-Hartbeschichtung), 15,4 mm Bauhöhe, 300 Meter Wasserdichtheit, verschraubte Krone, Saphirglas, einseitig drehbare Lünette mit Keramik-Inlay, Kal. 8L35 mit rund 50 Stunden Gangreserve. € 3’200.00 Listenpreis (Stand 2019).

Museen über die Tauchgeschichte sind a) relativ dünn gesät und b) meist nicht in der Schweiz zu finden, womit der Besuch eines solchen in der Regel mit etwas Aufwand verbunden ist. Ein Beispiel dafür: das Museum über die „History of Diving“ befindet sich in Islamorada, einer der über 200 Inseln der Florida Keys und rund zwei Stunden von Miami entfernt.

Ein Schwerpunkt der Sammlung liegt auf Taucherhelmen aus aller Herren Länder

Es beherbergt seit 2000 die laut Website „world’s largest collection of diving helmets, hand-operated air pumps, armored suits, lights and other accessory gear, plus memorabilia, prints, photographs, books, film and video“ und wurde von Dr. Joseph Bauer ins Leben gerufen (seit dessen Tod im 2007 wird das Museum von seiner Ehefrau Dr. Sally Bauer geführt). Während nun das thematisch identische „Muzeum Nurkowania“ in Warschau immerhin eine kleine Auswahl an Taucheruhren zu bieten hat (siehe Beitrag aus dem Jahr 2012), gibt’s in Florida derzeit nichts mit Drehring zu sehen. Dafür findet sich tatsächlich ein beachtliche Sammlung rund um die Geschichte des Tauchens, und vor allem das Thema „Helmtauchen“ kommt dabei nicht zu kurz. Ein paar Eindrücke (Grossansicht nach Klick):

Kurz gesagt: wer sich für die Geschichte des Tauchens interessiert, der Besuch lohnt sich absolut.

Damit’s doch noch eine Uhr zu sehen gibt: Doxa Sub 1500T Searambler vor dem Museum of Diving History in Islamorada

Und für die chronologisch eingeordneten uhrmacherischen Meilensteine reicht auch weiterhin ein Klick :-)

Während der zweiten Ausgabe der Watches & Wonders in Miami lag ein kurzer Abstecher in die lokale Seiko-Boutique mehr als nahe. Während praktisch das ganze Sortiment verfügbar war, stachen insbesondere die Padi-Version SBDC071 und die schwarze Turtle SBDY027 heraus:

Auch wenn H. Moser & Cie. sich alle Mühe gibt, der 120 Meter wasserdichten Uhrenneuheit nicht den Namen „Taucheruhr“ aufzudrücken, optisch gehört die Uhr dank der einseitig drehbaren Lünette und der integrierten Verlängerung (ausfahrbar via Druck aufs Logo auf der Schliesse) zumindest in die sehr sportliche Kategorie. Von den Daten her müsste die Uhr identisch zum Schwestermodell sein, also 42,8 mm grosses Gehäuse und ein HMC 200 als Antrieb. Die Lünette ist nicht nachleuchtend. Bilder:

IWC erweitert die aktuelle Aquatimer-Familie um ein auf 1’000 Stück limitiertes Sondermodell „Laureus Sport for Good“ (Ref. IW379507). Der 45 mm grosse Chronograph kommt mit vulkanisiertem Gehäuse, blauem Blatt und passendem Kautschukband. Im Innern des bis 300 Meter wasserdichten Gehäuses arbeitet das Cal. 89365 mit Flyback-Funktion.

Die von einem 15-jährigen Jungen eingereichte Zeichnung schmückt den Gehäuseboden der Laureus-Sonderauflage.

Auf der Rückseite ist „die Zeichnung des 15-jährigen Melan zum Thema ‚Time to learn‘ eingraviert. Damit hat der Junge aus Sri Lanka den Malwettbewerb gewonnen, den IWC jedes Jahr innerhalb der Projekte von Laureus ausschreibt“. Die „Laureus Sport for Good Foundation“ selbst ist eine Wohltätigkeitsorganisation, die 2000 gemeinsam von Daimler und Richemont gegründet wurde.

Der Listenpreis für die Uhr beträgt CHF 11’400.-, die Uhr ist bereits im Handel verfügbar.

Omega: Seamaster 300 in Keramik

Omega bringt, knapp ein Jahr nach der Lancierung der überarbeiteten Seamaster 300 Diver, eine auf 43,5 mm vergrösserte Variante mit schwarzem Keramikgehäuse (sowie Zifferblatt und Lünetteninlay) und Komponenten aus Titan (Lünette, Kronen und Boden).

Keramik und Titan wechseln sich beim Gehäuse der Seamaster 300 ab. © Bilder: Omega

Hinter dem (dank NAIAD-Bajonettverschluss perfekt ausgerichteten) Gehäuseboden mit Sichtglas ist das Kal. 8806 im Einsatz, das mit einem Master Chronometer-Zertifikat und Datumsschnellschaltung kommt. Die als Ref. 210.92.44.20.01.001 geführte Uhr hat einen Listenpreis von CHF 7’500.00. Erster Eindruck: Ich konnte die Uhr Ende Januar bereits kurz in Biel beäugen und umgehend einen neuen Liebling in der 300er-Kollektion gefunden.

Definitiv wieder einmal eines jener Themen, bei dem Uhren nicht zwingend wasserdicht sein müssen. Und vermutlich auch wieder einmal ein Beitrag, bei dem’s eigentlich eher darum ging, eine Ausrede zu finden, um Bilder zu einem Unterwasser-Thema zu posten, die man vielleicht nicht jeden Tag zu sehen kriegt:

Die USS Nautilus (SSN-571) in Groton, CT

Die USS Nautilus (SSN-571, Stapellauf 21.1.1954) war das erste nuklear angetriebene U-Boot der Welt. Sie erreichte 1958 erstmals den geografischen Nordpol und hatte damit auch die erste erfolgreiche Unterquerung des Nordpolareises geschafft (für Jaeger-LeCoultre u.a auch ein Meilenstein punkto Geophysic). 1979 wurde die Nautilus ausser Dienst gestellt und ist seit 1986 als Museumsschiff in Groton (Connecticut), in unmittelbarer Nähe des „Home of the Submarine Force„, öffentlich zugänglich.

An Bord gibt’s zwar keine Taucheruhren im eigentlichen Sinne zu sehen, dafür aber mehrere Schiffsuhren der Chelsea Clock Co. aus Boston: Das Unternehmen produzierte als „Timekeepers of the Sea“ u.a. zahlreiche Schiffsuhren für die Navy, während des Zweiten Weltkriegs teilweise mit Gehäusen aus Bakelit, um Metall zu sparen. Typische Vertreter der Gattung hatten ein 24-Stunden-Zifferblatt und können heute noch als Quarz-Replikas gekauft werden. Und nachdem die Uhren ja theoretisch laufend unter Wasser waren, genügend Gründe, hier eine Fotostrecke zu posten:

Nicht minder interessant: Das sog. Tiefsee-Abzeichen der US Navy mit der Trieste unterstreicht, welchen Stellen- oder Symbolwert das Boot, respektive dessen Rekordfahrt, in der Truppe hat:

Der 1981 eingeführte Pin der United States Navy Submarine Service für „Deep Submergence“ besteht aus den typischen, seit 1924 im Einsatz befindlichen, zwei Delphinen, und der Trieste dazwischen.

The Deep Submergence Insignia is a uniform breast pin worn by officers […] of the United States Navy’s submarine service who are qualified in submarines and have completed one year of regular assignment to a Manned or Unmanned Deep Submersible. […] The pin shows the broadside of a Trieste in front of a vertical trident, flanked by heraldic dolphins.

Weitere Eindrücke:

Während die Marke aus Frankfurt regelmässig im Blog behandelt wird, wurde das Thema „Review“ in den letzten Jahren zugegebenermassen etwas stiefmütterlich behandelt. Abhilfe gibt’s ab sofort hier: Zur Review

Rado konnte im Jahr 2017 mehr als einen Achtungserfolg bei Anhängern klassischer Taucheruhren-Designs verbuchen, als das Unternehmen zwei Varianten der HyperChrome Captain Cook in Basel zeigte: die 37,3 mm kleine Auflage auf Basis des originalen Designs von 1962 (bspw. Ref. R32500305 mit Lederband, Ref. R32500153 mit Stahlband oder Ref. R32500703 als Damenversion mit weissem Blatt und Milanaise-Band) und das optisch modernere, 45 mm grosse Gegenstück dazu mit Titangehäuse (bspw. Ref. R32501153 mit schwarzem Blatt und Metallband, Ref. R32501203 mit blauem Blatt und Metallband oder Ref. R32501206 mit blauem Blatt und Textilband). Damit bewegen sich beide Uhren eher am oberen und unteren Rand in Sachen Durchmesser; vor allem die 45 mm grosse Uhr, die noch zusätzlich mit einem relativ weit abstehenden Band ausgestattet worden ist, liess manchen Interessenten bei der Anprobe etwas ratlos zurück.

2019 wird Rado voraussichtlich eine dritte, 42 mm grosse Variante der Captain Cook in mindestens drei Zifferblattfarben lancieren (Illustration).

Dieses Jahr wird Rado nun laut Justin M. Frost diese Lücke füllen: eine 42 mm grosse Version auf Basis des klassischen Designs zeichnet sich am Horizont ab. Mindestens drei Farben (blaues Zifferblatt und passender Drehring, grünes Zifferblatt und Drehring, Champagner-farbenes Zifferblatt und schwarzer Drehring) stehen am Start (offizielle Bilder oder Daten sind derzeit aber noch nicht verfügbar). Alle drei kommen demzufolge mit rotem Datum und sind wahlweise mit Lederband oder Reiskorn-Band (sog. „Beads of Rice“) verfügbar, und mit grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Stahlgehäuse und Keramik-Inlay ausgestattet. Oder mit anderen Worten: diese neue Grösse dürfte sicherstellen, dass sich die HyperChrome Captain Cook nun auch kommerziell durchsetzen wird.

Nachdem Rado 2019 nicht mehr in Basel (21. bis 26. März 2019) präsent sein wird, bleibt abzuwarten, wann und in welchem Kanal die Marke diese Neuheit dann offiziell lancieren wird.

Frankfurts Einsatzuhrenhersteller Sinn kündigte im Herbst 2018 anlässlich der Munichtime u.a. eine blaue Zifferblattversion des 2005 vorgestellten Erfolgsmodells U1 an: Die Taucheruhr U1 B (Ref. 1010.0102) unterscheidet sich von ihren Schwestermodellen durch ein blau galvanisiertes (und dadurch je nach Lichteinfall leicht metallisches) Zifferblatt sowie weisse und schwarze Zifferblatt-Elemente und Zeiger. Die für die Modellreihe typischen Gehäuseeigenschaften wurden beibehalten, Zitat Sinn:

„Das Gehäuse aus hochfestem deutschen U-Boot-Stahl ist äusserst seewasserbeständig und besitzt höchste amagnetische Güte. Der mit der Tegiment-Technologie oberflächengehärtete Taucherdrehring mit Minutenrastung ist besonders kratzfest und unverlierbar mit dem Gehäuse verbunden. So wird ein Abspringen des Drehrings auch bei harten Stössen zuverlässig vermieden.“


Die wichtigsten Daten: 44 mm Gehäusedurchmesser, 14,7 mm Bauhöhe, wasserdicht bis 1’000 Meter, 22 mm Bandanstossbreite, Sellita SW200-1, beidseitig entspiegeltes Saphirglas, verschraubte Krone bei 4 Uhr. Gewicht 113 g (am Silikonband). Ein paar Bilder:

Die U1 B ist zu einem Preis ab € 1’650.00 mit Lederband und zwei Jahren Garantie erhältlich, das Stahl- und Silikonband (abgebildet) kosten je € 170.00 Aufpreis, die Tegiment-Beschichtung ist für € 250.00 erhältlich. Weitere Informationen.

Zusätzlich gibt’s die U1 B auch bereits als SDR-Ausführung: Im Unterschied zur oben gezeigten Uhr ist hier eine schwarz beschichtete Lünette (PVD) verbaut worden. Der Preis dafür müsste nochmals um € 70.00 steigen.

Die Lünette der U1 B SDR ist im Unterschied zur U1 B schwarz beschichtet (PVD.

Fazit: An der U1 gab und/ gibt es objektiv an sich schon herzlich wenig auszusetzen, und dass nicht jeder mit den (enorm gut ablesbaren) Zeigern klar kommt, ist ebenfalls seit 14 Jahren kein Geheimnis mehr. Mit dem neuen, blauen Zifferblatt wirkt die mit 44 mm Durchmesser mehr als stattliche Uhr etwas eleganter, ohne dabei aber ihren Charakter als Instrumentenuhr zu verlieren (die alternative schwarze Lünetten-Option wirkt dafür fast schon wieder etwas gewöhnungsbedürftiger, resp. lenkt etwas vom Zifferblatt ab). Preislich ist die U1 B im Direktverkauf mit einem Preisschild von bis zu € 2’070.00 sicher kein Leichtgewicht, aber das Leistungsheft kann sich auch entsprechend sehen lassen. Insgesamt also beide Schwimmflossen hoch, ein unverändert starkes Stück Uhr aus Frankfurt.

Hands-On: IWC Aquatimer CF4

Es ist ja an sich schon eher selten, dass man die Gelegenheit kriegt, eine der 250 fürs IWC-Forum aufgelegten Aquatimer „CF4“ vor die Kamera zu kriegen. Noch seltener aber ist es, wenn es sich dabei um ein Modell handelt, dass bereits Patina am Bronze-Gehäuse zeigt (hier der Vergleich zum Neuzustand), und – fast noch spannender – dem Mann gehört, der das Projekt in dieser Form begleitet hatte. In diesem Sinne:

Die wichtigsten Daten: der Durchmesser der Ref. IW341001 liegt bei 44 mm, die Bauhöhe bei 15,8 mm, das Gehäuse ist bis 300 Meter wasserdicht, drin wurde erstmals das Kal. 82110 mit rund 60 Stunden Gangautonomie verbaut, sichtbar hinter dem Gehäuseboden aus Titan mit Saphirglaseinsatz. Beim Band kommt erneut das für die Linie typische Schnellwechselsystem zum Einsatz, die Krone ist Kautschuk-beschichtet. Listenpreis war/ist CHF 9’000.00. Mehr über die Linie hier.

Auch wenn die Uhr mit 100 Meter Wasserdichtheit streng genommen keine Taucheruhr ist, optisch macht die 2017 lancierte Clifton Club weiterhin eine gute Figur. Dieses Jahr erweitert Baume & Mercier die Reihe um zwei Versionen mit Bronze-Gehäuse, die restlichen Daten (42 mm Durchmesser, Sellita SW200) dürften indes unverändert sein.

Baume & Mercier Clifton Club mit blauer Lünetteneinlage, Zifferblatt und Gehäuse aus Bronze.

Streng genommen gehen die Taucheruhrenneuheiten von Ulysse Nardin ja noch aufs Jahr 2018 zurück, aber nachdem am Salon International de la Haute Horlogerie Genève (SIHH) wieder einmal wenig Uhren mit Drehring zu sehen sind, konnte immerhin die Gelegenheit genutzt werden, vor Ort die beiden Modellfamilien etwas genauer zu betrachten:

Die zum GPHG hin angekündigte Diver Chronometer mit 44 mm Titangehäuse und Cal. UN-118 Inhouse-Werk gibt’s in vier Versionen: Mit blauem Zifferblatt und Kautschukband (Ref. 1183-170-3/93, CHF 7’900.00), mit schwarzem Zifferblatt (Ref. 1183-170-3/92, CHF 7’900.00), als auf 300 Stück limitierte Version „Great White“ mit grauem Zifferblatt und weissem Band (1183-170LE-3/90-GW, limitiert auf CHF 8’900.00) und die auf 100 Stück limitierte schwarze Version mit Rotgold-Lünette (Ref. 1185-170LE-3/BLACK-MON, CHF 12’000.00). Zusätzlich gibt’s noch ein Titanband, das hier an der Ref. 1183-170-3/92 zu sehen ist (und dann vermutlich als 1183-170-3M/92 geführt wird). Bilder:

Wem das Ganze zu gross und zu teuer ist: Die Ende 2018 lancierte, mit 42 mm Gehäusedurchmesser etwas kleinere Marine Diver gibt’s ab CHF 5’800.00; die ebenfalls bis 300 Meter wasserdichte Uhr wird aber vom Kaliber UN-816 (basierend auf dem SW300) angetrieben, und es stehen drei Zifferblattfarben zur Wahl: Schwarz (Ref. 8163-175/92 mit Kalbslederband, Ref. 8163-175-7MIL/92 mit Meshband, 8163-175-7M/92 mit Stahlband), blau (Ref. 8163-175-7M/93 mit Stahlband, Ref. 8163-175/93 mit Textilband, Ref. 8163-175-7MIL/93 mit Meshband) und die ebenfalls blaue, auf 300 Stück limitierte „Blue Shark“ (Ref. 8163-175LE/93-BLUESHARK) für CHF 6’800.00, bei den Bändern gibt’s Textil, Leder und Mesh-Band (für CHF 6’500.00) Bilder:

Insgesamt wirken die Uhren am Arm und in der Hand gut, vor allem das gewölbte Glas und die Haptik der Lünette (120 Klicks) machen Freude. Funktional macht die Null bei 12 Uhr wenig Sinn, vor allem in roter Ausführung, das Element grenzt die Uhr aber optisch nochmals von der Konkurrenz ab. Fazit: Das Ziel, eine massentauglichere, jüngere Uhr im Portfolio zu haben, ist vom Team um Patrick Pruniaux definitiv erreicht worden.

Le Jour bietet unter der eher kritisch zu hinterfragenden Produkt-Bezeichnung „Vintage Diver“ eine recht ansprechend gestaltete Uhr im Retro-Design mit 40 mm Gehäuse, gewölbtem Saphirglas, ETA 2824 und mehreren Zifferblattvarianten (die goldfarbene Option LJ-VD-006 ist nicht etwa Bronze, sondern vergoldet, die blaue LJ-VD-003 bereits ausverkauft).

Drei von insgesamt sechs erhältlichen Varianten der Vintage Diver von Le Jour

Kosten tut das Ganze je 800 USD. Bei Le Jour selbst handelt es sich um eine wiederbelebte Marke aus den 60er-Jahren, es lässt sich aber anhand der Site nicht unmittelbar eruieren, wo das Unternehmen zu finden ist (oder produziert):

„…the brand is being revived with complete commitment and dedication. Maintaining its Vintage charm, Luxurious feel and assurance by using high-end materials, sophisticated reliable movements, we pay tribute to the traditional watchmaking by creating the same brilliance and excellence of yesteryears Le Jour watches.“

Auf den Bildern wirken die Uhren recht ansprechend, der Preis ist zudem relativ förderlich für Experimentierfreudige. Das Gehäuse selbst ist vielleicht einen Touch zu modern (und einfach) und zu generisch, vor allem die LJ-VD-005 mit Farbverlauf wirkt aber ganz gut aus der Distanz.

Copyright Bilder: Le Jour

Oris fängt das neue Jahr mit einer auf 500 Stück limitierten Taucheruhren-Neuheit an: Die ProDiver Dive Control (Ref. 01 774 7727 7784-Set) kommt mit einem 51 mm grossen, schwarz beschichteten (DLC) Titan-Gehäuse (klingt auf dem Papier vermutlich grösser, als die Uhr am Handgelenk wirken dürfte aufgrund der sehr kurzen Bandanstösse). Wie ihre Schwestermodelle verfügt die Uhr über eine Drehringsicherung (der äussere Ring muss hochgezogen werden, um die Lünette zu drehen):

Die Drehlünette im gesicherten Zustand, zur Entsperrung muss der äussere Ring hoch gezogen werden.

Eine weitere Besonderheit: „Wo die meisten Chronographen 30-Minuten-Zähler tragen, hat dieser einen vollen 60-Minuten-Zähler, der durch gelbe Details auf der Zifferblatt bei 12 Uhr gekennzeichnet ist.“

Die bis 1’000 Meter wasserdichte ProDiver Dive Control kommt mit zwei Kautschukbändern (schwarz und gelb), Heliumventil bei 9 Uhr und einem massivem Gehäuseboden, dahinter tickt ein SW 500. Kostenpunkt: CHF 4’850.00 / Copyright Bilder: Oris