Zodiac feiert ein halbes Jahrhundert Super-Seewolf und lanciert eine auf 182 Stück limitierte Sonder-Edition der bis 1’000 Meter wasserdichten Taucheruhr. Angetrieben wird die 44 mm grosse Super Sea Wolf 68 von einem COSC-zertifizierten STP 3-13 (Swiss Technology Production produziert für die Konzernmutter Fossil Basiswerke). Im Lieferumfang enthalten sind drei Bänder, der Preis liegt bei USD1’995.00. Bilder:

Mehr über die Sea Wolf von Zodiac. Copyright Bilder: Zodiac Watches

Seiko hatte im Jahr 1967 mit der 6159 eine ernst zunehmende, bis 300 Meter wasserdichte Taucheruhr für den professionellen Einsatz entwickelt, die wie die Jenny Caribbean von 1964 ein massives Einschalen-Gehäuse verwendete. Ein Jahr später folgte ein baugleiches Modell mit Hi-Beat-Werk, welches zum vergleichsweise stolzen Preis von JPY38’000.00 (entspricht derzeit rund USD340.00) darauf wartete, Berufstaucher noch zuverlässiger bei ihren Einsätzen zu unterstützen (zum Vergleich: eine Rolex Taucheruhr mit mehrteiligem Gehäuse kostete in der selben Zeit etwas über USD200.00*, eine Blancpain knapp USD100.00).

In der Schweiz hatte man sich dem Thema Taucheruhr bekanntlich schon bedeutend früher angenommen, allen voran mit den beiden erwähnten Pionieren Blancpain und Rolex, und hatte dank Verträgen und Partnerschaften mit Militär und Forschung auch bereits regen Austausch mit Praxisanwendern. Rolex und auch Omega erkannten dabei früh, dass „Berufstaucher“ ein etwa gleich schwammiger Begriff wie „Profi-Athlet“ war und suchten den Kontakt zu möglichst vielen unterschiedlichen Gattungen von Tauchern, was unter anderem auch zur Partnerschaft mit der 1961 gegründeten und auf Tiefsee-Exploration spezialisierten Compagnie Maritime d’Expertise (COMEX) in Marseille führte (die später exklusiv mit Rolex weitergeführt wurde). Sowohl Omega als auch Rolex mussten dadurch schnell einsehen, dass die bisherigen Taucheruhren nur bedingt für die Anforderungen des seit 1965 kommerziell verfolgten Sättigungstauchens (bei dem Taucher über längere Zeit in Druckkammern oder Taucherglocken sind und nach Abschluss der Arbeiten nur langsam dem Oberflächendruck ausgesetzt werden) geeignet waren: Den simulierten Aufstieg in der Überdruckkammer überstanden nicht alle Uhren unbeschadet. Was war passiert? – Der langsam abnehmende Umgebungsdruck in der Kammer und die im Innern des wasserdichten, aber mit Helium gesättigter Luft gefüllten Gehäuses der Uhr führten in einzelnen Fällen dazu, dass die Fassung des Glases nachgab und sich selbiges löste.

Zwei speziell für die COMEX entwickelte Uhren von Omega, die Seamaster 1000 (hinten) und 600 (vorne)

Rund 10’000 km entfernt machte Seiko die selbe unangenehme Entdeckung: Ein Berufstaucher aus Kure, einer Hafenstadt in der Präfektur Hiroshima, hatte sich 1968 mit einem Brief an das Unternehmen gewandt und darauf hingewiesen, dass Einsätze in 350 Metern Tiefe nach robusteren Uhren verlangte, als Seiko zu diesem Zeitpunkt im Angebot hatte. – Und hier zeigt sich der Unterschied zwischen einer Uhr für Taucher und einer Uhr für Sättigungstaucher besonders eindrücklich: der British Sub-Aqua Club (BSAC) hatte im selben Jahr der Marke noch attestiert, als einzige (von 17 getesteten Herstellern) „zu 100% sicheren Schutz vor Wassereinbruch zu bieten“ und mit einer 80% Zufriedenheit Seiko den zweithöchsten Wert innerhalb des Praxistests von herkömmlichen Taucheruhren attestiert! Aber zurück nach Tokyo: Für die japanischen Entwickler war die Nachricht aus Kure ein Schock, der dazu führte, dass das Unternehmen während der folgenden 7 Jahre keine neue Taucheruhr lancieren sollte. Man hatte sich zum Ziel gesetzt, eine für extreme Taucheinsätze ausreichend robuste Uhr zu bauen und darauf ein eigenes Team gebildet.

Ikuo Tokunaga entwickelte mit seinem Team zwischen 1968 und 1975 die heute liebevoll als „Tuna“ bezeichnete Uhr von Seiko; ein Modell. das er selbst auch heute noch trägt (Aufnahme aus 2016)

Ähnliches geschah bei Omega im Jahr 1966, und während die Marke zwar weiterhin Taucheruhren verkaufte, wurde 1970, nach vierjähriger Entwicklungszeit, eine radikal gestaltete Uhr in den Handel gebracht, die das Thema „Taucheruhr“ von Grund auf neu anging: Die Seamaster 600 „Ploprof“ (franz. Plongeur Professionel) wurde damit zur ersten Extremtaucheruhr, mit einem Monobloc-Gehäuse, das so stabil war, dass selbst Sättigungstauchgänge damit möglich wurden. Omegas damaliges Fazit:

We also put the 600 through our helium test. Helium, having much smaller molecules, can penetrate where water can’t. So if a watch is proof against helium, it’s proof against just about everything else.“ 

Seiko folgte vier Jahre später mit der offiziell ebenfalls bis 600 Meter wasserdichten, heute umgangsprachlich als „Tuna“ bekannten Uhr der Prospex-Reihe (engl. Professional Specifications), welche auch die 6159-Referenz-Nummer weiterführen sollte), einer technologisch noch revolutionäreren Uhr (mit Einschalen-Gehäuse und zusätzlichem Gehäusemantel), die wie die Ploprof weit über das von Sättigungstauchern verlangte Mass hinausging (die Ploprof wurde bis 1’200 Meter Tiefe getestet, die Seiko im Jahr 2014 bis über 3’000 Meter). Beide Uhren setzten dafür Funktion über Form und verfügen deshalb über ein Design, das bis heute als ungewöhnlich bezeichnet werden kann:

Rolex ging indes einen völlig anderen Weg: Zwar arbeitete man ebenfalls an robusteren Gehäusen, aber grundsätzlich verfolgte man einen viel pragmatischeren Weg – nicht unähnlich der charakteristischen Lupe über dem Datum (während mancher Hersteller seiner Kundschaft ein grösseres Datum anbieten wollte und am Werk zu arbeiten begann, klebte Rolex kurzerhand eine Lupe aufs Glas und erklärte das Problem für gelöst) – bei der Taucheruhr wurde es ein seitlich integriertes Einwegventil, das die Wasser­dicht­heit der Armbanduhr nicht beeinträchtigte. Die 1967 patentierte Konstruktion mündete in der Sea-Dweller (und bei Doxa der Conquistador), einer vergleichsweise normal gestalteten Uhr, die nun aber auch für extreme Anforderungen bestens gerüstet war.

Ergo: es gibt kein Richtig oder Falsch beim Einbau eines Heliumventils; es gibt Marken, die historisch betrachtet keines verbauen sollten, und dann gibt’s Marken, die als Gütesiegel unbedingt eins anbieten wollen. Solange deren Kunden aber nicht am Fusse einer Bohrinsel zu arbeiten gedenken, könnten sie im Prinzip drauf verzichten.

Mehr Informationen über die Ploprof, über die Tuna und über die Sea-Dweller.

 

* Anmerkung: ein direkter Vergleich der beiden Preise empfiehlt sich ohne entsprechendem Listenpreis in JPY nicht.

So kann’s manchmal gehen: Blancpain präsentierte an der Baselworld 2017 nebst der Mil-Spec auch eine reguläre Fifty Fathoms mit 45 mm grossem Titangehäuse und blauem Zifferblatt. Dabei handelte es sich selbstverständlich nicht um die erste blaue Version der Uhr – zum Vergleich hier neben der bisherigen Variante mit Edelstahlgehäuse (Ref. 5015D-1140-52B):

Aber das in diesem Fall eben nicht-guillochierte Blatt und das matte Gehäuse entwickelt eine ganz besondere, reduzierte Wirkung, die der Uhr ausnehmend gut zu Gesicht steht.

Die wichtigsten Daten: Das bis 300 Meter wasserdichte Gehäuse der Uhr misst wie gewohnt 45 mm (15,4 mm Bauhöhe und 23 mm Bandanstoss), im Innern tickt das Inhouse-Kaliber 1315. Das Modell gibt’s mit blauem Segeltuchband (Ref. 5015-12B40-O52A), oder mit blauem Nato-Band (Ref. 5015-12B40-NAOA) zu einem Listenpreis von EUR 14’550.00.

Von wegen Bikini-Figur – die in diesem Jahr einhundertjährige Marke kündigt zwei neue Modelle der Ocean Star Diver mit dreifach höherer Wasserdichtheit und grösserem Gehäuse an:

Das bis 600 Meter wasserdichte Edelstahl-Gehäuse ist (im Vergleich zur 200 Meter wasserdichten Day-Date Version mit dem Powermatic Kaliber 80) von 42.5 mm auf 43.5 mm Durchmesser und von 11.75 mm Bauhöhe auf 14.05 mm gewachsen. Als Antrieb kommt die Chronometer-zertifizierte Version des Powermatic 80 mit 80 Stunden Gangreserve und Silizium-Spirale zum Einsatz (erkennbar am „Si“ auf dem Zifferblatt) – das Werk ist eine Weiterentwicklung des 2824-2 von ETA und auch als C07.111 bekannt, steht aber nur den Konzernmitgliedern der Swatch Group zur Verfügung. Ebenfalls scheint die Krone und Lünettenbeschriftung etwas markanter geworden zu sein, und die Tages-/Datumsanzeige wurde auf das Datum reduziert. Die neu dreieckigen Indexe bei 3 und 9 Uhr passen noch nicht so recht ins Bild, dafür stehen der Uhr die durchgängig mit Leuchtmasse befüllten Zeiger gut.

Mido kündigt zwei Varianten als „bald erhältlich“ an, eine mit blauem Zifferblatt und Stahlband (Ref. M026.608.11.041.0) und eine mit schwarzem Zifferblatt, Kautschukband und PVD-beschichtetem Gehäuse (Ref. M026.608.37.051.00), beide mit einem Listenpreis von CHF 1’590.00.

Copyright Produktbilder: Mido

Während der 150. Geburtstag von IWC derzeit an unterschiedlichen Orten mit Sonderausstellungen zur neuen Jubiläumskollektion (in der’s ironischerweise nicht eine einzige Aquatimer hat) gefeiert wird, geht’s im ältesten Uhrengeschäft der Schweiz ausschliesslich um die Vergangenheit des Unternehmens: Beyer Uhren & Juwelen zeigt vom 2. Juli bis 21. September im hauseigenen Museum an der Bahnhofstrasse in Zürich „Ikonen der Zeit„, insgesamt 50 seltene Uhren und Objekte der International Watch Company.  Zum Beispiel:

Beyer war IWCs erste Markenvertretung in Zürich und verkauft Uhren der Marke seit nunmehr 130 Jahren (teilweise sogar mit Co-Branding, siehe Ingenieur weiter oben). Die Ausstellung „Ikonen der Zeit“ ersetzt zwar keinen Besuch des IWC Museums in Schaffhausen, aber nachdem das Beyer Museum sowieso Pflicht für jeden Uhreninteressierten ist, lohnt sich der Besuch momentan halt grad noch etwas mehr. Wichtig: Das Beyer Museum ist nur von Montag bis Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Die Fondation Haute Horlogerie (FHH) kommt in ihrem aktuellen Online-Journal zum Schluss, Summer isn’t summer without a dive watch und daran gibt’s erst einmal wenig zu rütteln. Die folgende Selektion an Uhren ist dann aber mindestens in zwei Punkten (fett hervorgehoben) schon etwas unorthodox:

  1. Audemars Piguet Royal Oak Offshore Diver
  2. Blancpain Fifty Fathoms Grande Date
  3. Breguet Marine 5517
  4. Breitling Superocean Heritage II B20 Automatic 44 mm
  5. Jaeger-LeCoultre Polaris Memovox
  6. Longines Legend Diver Watch
  7. Omega Seamaster Diver 300M
  8. Panerai Luminor Marina Logo 3 Days Acciaio 44 mm
  9. Rolex Oyster Perpetual Deepsea
  10. TAG Heuer Aquaracer Lady Automatic
  11. Tudor Black Bay GMT
  12. Ulysse Nardin Diver Deep Dive

Wichtig: Die Reihenfolge ist erst einmal alphabetisch erstellt worden, hat also so (noch) nichts mit einer Hitparade zu tun (und im Sinne der FHH hat’s sicher keinen Platz für Produkte aus anderen Kontinenten), wird aber gleichzeitig als „12 meilleures montres de plongée de l’année“, also den „12 besten Taucheruhren des Jahres“, im Newsletter angekündigt. Wie’s nun die (zweifellos wunderschöne) Breguet Marine Ref. 5517 (3) mit einem bis 100 Meter wasserdichten Gehäuse ohne Drehring auf die Liste dieser besten Taucheruhren geschafft hat, oder (11) die Tudor Black Bay GMT (die im Vergleich zur Panerai immerhin einen Drehring hätte), gerade auch im Kontext der Black Bay 58 (wenn’s um Neuheiten 2018 gehen soll), ist schon etwas schleierhaft. Grundsätzlich immer schön, eine Breguet zu zeigen, ich würde mich aber sehr wundern, damit in diesem Sommer einen Taucher zu sehen.

Und weil wir schon dabei sind: Eine richtige Taucheruhr von Breguet gibt’s hier.

Die Kollegen von der Watchtime.net haben rechtzeitig zum Start der Sommerferien das traditionelle Taucheruhren-Special hochgeschaltet:

„Im grossen Taucheruhren-Special 2018 stellt Watchtime.net Ihnen die aktuellen mechanischen Taucheruhren der Saison vor. Im Special erhalten Sie alle wichtigen Informationen mit technischen Details und Preisen zu den vorgestellten Modellen sowie umfangreiche Tipps zum Kauf einer Taucheruhr.“ 

Link

Für heute geht’s einmal ganz tief in die Gerüchteküche, nachdem sich Seikos Produktpolitik der letzten Jahre alles andere als vorhersehbar erwiesen hat. Fakt ist, dass seit 2018 die reguläre Marinemaster 300 mit dem 8L35 Werk nicht mehr länger die Bezeichnung „Marinemaster“ auf dem Zifferblatt trägt.

Seiko Marinemaster Chronology

Die Chronologie der mit dem 8L35 ausgerüsteten Taucheruhr von Seiko, Zeitraum 2000 bis 2018 (kein Anspruch auf Vollständigkeit). © Produktbilder: Seiko

Wir wissen auch, dass seit Basel 2018 derzeit nur ein Modell dieser Bauform offiziell in der Prospex-Kollektion aufgeführt ist, die auf 1’968 Stück limitierte SLA019 „1968 Automatic Diver’s Commemorative Limited Edition“ mit Saphirglas, grünem Zifferblatt und farblich passender Drehringeinlage aus Zirkonkeramik (Preis: EUR 3’200.00). – Selbstverständlich dürften noch SBDX017 im Handel verfügbar sein, aber wir richten für diesen Post den Blick für einmal ganz nach vorne.

Parallel dazu wurde mit der SLA025 eine auf 1’500 Stück limitierte „1968 Automatic Diver’s Re-creation Limited Edition“ mit dem 8L55 Hi-Beat als Top-Modell der Reihe lanciert (Preis: EUR 5’500.00) und am unteren Ende der Skala ein vereinfachtes Modell in zwei Ausführungen (SPB077J1 und SPB079J1) präsentiert, das dem Original von 1967/68 zwar optisch nachempfunden ist, aber einen dreimal tieferen Listenpreis hat. Unterschied: Eine von 300 auf 200 Meter reduzierte Wasserdichtheit, ein angepasster Zeigersatz (wie schon bei der SPB051J1 von 2017), ein herkömmliches, mehrteiliges Gehäuse und als Werk gibt’s das einfachere 6R15 (EUR 1’050.00 resp. EUR 900.00 für die Version mit Kautschukband). Gerüchten im Netz zufolge wissen wir, dass von der „Baby Marinemaster“ bereits eine Sonderedition mit blauem Blatt im Anmarsch ist.

Seiko Marinemaster Collection

Eine mögliche Struktur der vom 1967/68 Modell inspirierten Kollektion, und welche unmittelbaren Erweiterungen denkbar sind (kein Anspruch auf Vollständigkeit). © Produktbilder: Seiko

Ebenfalls ist mit der SLA023 eine blaue Zifferblattversion (inkl. farblich passender Keramik-Lünette) des 300 Meter Modells absehbar, die preislich ähnlich wie die SLA19 liegen dürfte/müsste. Ob dieses Modell limitiert sein wird, ist derzeit noch unklar. Noch unklarer (aber grundsätzlich völlig plausibel) ist die bevorstehende Lancierung eines baugleichen Modells mit schwarzem Blatt und schwarzer Keramiklünette, das derzeit als SLA021 in Foren rumgereicht wird. Und um das Ganze noch etwas komplizierter zu machen: die auf 428 Stück limitierte SLA027 für den thailändischen Markt kommt zeitgleich mit anderem Zeigersatz, blauem Zifferblatt mit zweifarbigen Indexen und einer blauen Lünette aus Metall.

Werfen wir nun einen noch tieferen Blick in die Kristallkugel: Grundsätzlich müsste im untersten Segment der Familie (auf Basis Kal. 6R15) mindestens noch eine PADI-Version zu erwarten sein, weitere Farben sind ebenfalls denkbar. Im mittleren Segment wäre, wie bereits erwähnt, ein Basismodell mit schwarzem Blatt und schwarzer Lünette nur konsequent; die Frage dabei ist, ob die Limitierungen beibehalten werden, wann diese lanciert werden und welche Farben nebst grün, blau und schwarz noch alles anstehen.

Beim Spitzenmodell, der SLA025, gibt’s mindestens drei Thesen:

  1. Beim thematisch vergleichbaren Modell aus 2017, der SLA017J1, hatte Seiko glücklicherweise bislang der Versuchung widerstanden, ein baugleiches Modell in anderen Farben zu lancieren. Somit würde die SLA025 mit Hi-Beat-Werk momentan der unangefochtene Spitzenreiter (ausserhalb der Grand Seiko Kollektion) bleiben.
  2. Bei der 2015 lancierten Marinemaster 1000 (SBEX001) mit dem selben Werk wurden in relativ kurzer Folge mindestens zwei weitere Editionen nachgeschoben (bspw. SBEX005), was einen negativen Effekt auf den Werterhalt der Uhr haben könnte. Die Grand Seiko Taucheruhr aus 2017 wurde ebenfalls in zwei Versionen lanciert.
  3. Eine Neuauflage des optisch identischen 1967er Modells könnte in Form einer SLA02x mit dem einfacheren 8L35 Werk (und zu einem reduzierten Preis) sowohl nach oben wie unten massive Konkurrenz schaffen, mit entsprechender Konsequenz für die Preisentwicklung.

Persönlich hoffe ich auf Option 1 und auf nicht allzu viele Ausführungen in der Mitte – da wäre das Einstiegssegment deutlich besser für Artenvielfalt geeignet, und die Sammler resp. Erstkäufer der teureren Uhren weniger stark von betroffen.

Andere Meinungen?

Die letzte Aqua Lung Sonderedition von Doxa war innerhalb eines Tages ausverkauft, Ähnliches könnte bei der nun lancierten Searambler passieren: Wie schon die Professional zuvor, trägt das 42 mm grosse Modell das Logo des berühmten Tauch-Equipment-Unternehmens bei 8 Uhr, das Gehäuse ist bis 300 Meter wasserdicht und beherbergt ein ETA 2824 mit COSC-Zertifizierung.

„The ‘Silver Lung’ also marks the continued celebration of Aqua Lung’s 75th anniversary, which began in 1943, upon the development of the world’s first self-contained underwater breathing apparatus, dubbed “aqua-lung.”

Der Preis liegt bei $2,190, und bestellt werden kann ab sofort hier: Link (Lieferung erfolgt im August).

Copyright Bild: Doxa

Ganz schön abenteuerlich: Die 2017 von Clément Gaud via Kickstarter lancierte Marke aus Neuchâtel hat zwischenzeitlich auch ein Taucheruhren-Modell im Angebot. Die „Sous-Marine“ gibt’s mit 41 mm Bronze- oder Edelstahl-Gehäuse (10.2 mm hoch ohne Glas), wahlweise mit je drei Zifferblatt-Versionen, allesamt in Sandwich-Bauweise ausgeführt und limitiert auf je 50 Stück. Revolutionär ist das Design an sich definitiv nicht, aber in der Gesamtheit entstand hier dennoch ein überdurchschnittlich stimmiges Produkt, das bis zur von Jules Verne inspirierten Box tatsächlich den einen oder anderen „Explorer“ bei leicht nostalgischen Uhrenliebhabern ansprechen dürfte. Ebenfalls positiv: die 300 Uhren werden in La Chaux-de-Fonds gefertigt, und die Bilder weisen auf einen vergleichsweise hohen Standard bei der Gehäuseverarbeitung hin. Käufer können zudem bei den Bändern zwischen unterschiedlichen Längen wählen und erhalten so zwei Bänder (Kautschuk und Leder) sowie das passende Werkzeug zum Wechseln gleich mit. Die Sous-Marine ist bis 200 Meter wasserdicht, das „Superdome“ Saphirglas ist gewölbt und innenseitig entspiegelt, die einseitig drehbare Lünette rastet mit 120 Klicks, der Gehäuseboden ist massiv und graviert.

Demgegenüber steht ein eher wenig nostalgischer Preis ab CHF 2’350.00 (ohne MWSt.) für die Edelstahl-Version, mit CHF 300.00 mehr landet man bei den Bronze-Uhren. Angetrieben wird das uhrmacherische U-Boot von einem ETA 2824-2 (Top Grade), der speziell gestaltete Bandanstoss verheisst zudem eine eingeschränkte Wahl.

Fazit: So aus der Ferne, Daumen hoch!

Weitere Infos / Copyright Bilder: Laventure

Während die neue Ulysse Nardin Diver gleichzeitig Premiere feiern konnte und den Einzug auf die Liste der Anwärter auf einen Grand Prix d’Horlogerie de Genève 2018 (GPHG) schaffte, wären damit folgende Taucheruhren im Rennen:

Kategorie „Men’s“:

Kategorie „Sports“:

Kategorie „Challenge“:

Oder mit anderen Worten: von rund 200 Uhren sind gerade mal noch 5 Modelle der populären Gattung mit Drehring zuordbar, die – im Falle der Kategorie „Sports“ – zudem noch gegen mechanische Leckerbissen wie den Fabergé Chronograph Dynamique bestehen müssten. Die optisch ansprechende Laventure Sous-Marine ist vermutlich in der falschen Kategorie gelandet, bezieht sich „Challenge“ üblicherweise doch auf uhrmacherische Lösungen. Darüberhinaus konnte Tudor mit der Black Bay bereits im Jahr 2013 in der Kategorie „Revival“ eine Auszeichnung verbuchen, womit eigentlich nur noch Seiko und Ulysse Nardin eine Chance hätten. Wir werden’s sehen.

Die Preisverleihung findet am 9. November statt.

 

Seikos Messe-Highlight 2018 tritt mit einer 50jährigen Geschichte, einem exklusiven Hi-Beat-Werk und einem vergleichsweise hohen Preis an: Was man über die SLA025J1 wissen muss.

Offenbar hat Ulysse Nardin seine Taucheruhrenlinie überarbeitet, oder zumindest erweitert: Offenbar, weil mit heutiger Bekanntgabe der eingereichten Uhren des Grand Prix d’Horlogerie de Genève 2018 (GPHG) eben auch jenes Modell gewollt oder ungewollt Premiere feierte:

„The designers at Ulysse Nardin have entirely revamped the diving watch, […] The numbers on the night blue face have been redrawn to read 0-15-30-45. Even the rubber and titanium band of the Diver has been cleverly reworked with the clasp replaced by a pin buckle and streamlined with just one easily identifiable Ulysse Nardin signature logo. The crown protectors have been replaced by sturdy, blue rubber guards.“

Optisch scheint sich die 44 mm grosse und 13,05 mm hohe Uhr am Hammerhead-Modell des diesjährigen SIHH zu orientieren, ungewöhnlich ist definitiv die rote Null bei 12 Uhr, die farblich unglücklich gewählt wurde und punkto Design sicher noch ein paar Diskussionen lostreten wird – zumal vermutlich auch keine Leuchtmasse unterlegt wurde. Das partiell mit Kautschuk beschichtete Titan-Gehäuse der Ref. 1183-170-3/93 ist bis 300 Meter wasserdicht, beim Werk handelt es sich ums UN-118 mit 60 Stunden Gangreserve, der Preis liegt bei CHF 7’900.00.

Copyright Bilder: Ulysse Nardin

Die dritte Sonderedition von Blancpain, die dem Schutz der Meere gewidmet ist, kommt erstmals im (gebürsteten) 40,3 mm Edelstahlgehäuse (zuvor gab’s 2014 den Chrono und die Automatik in Keramik), ähnlich der 2017 lancierten Mil-Spec. Beim Werk kommt ebenfalls das Caliber 1151 zum Einsatz, das bis 300 Meter vor Wasser geschützt bleibt. Erfreulich: Blancpain gehört zu den wenigen Uhrenfirmen, die auch tatsächlich offenlegen, wie gross die Unterstützung denn auch schlussendlich ausfällt: Laut Pressemitteilung „sagte Blancpain zu, 1000 € pro verkaufter Uhr für diesen Zweck einzusetzen. Das entspricht einem Gesamtbetrag von 250.000 € zusätzlich zu den bereits bestehenden Partnerschaften.“

Ein paar Bilder:

Die Blancpain Fifty Fathoms Ocean Commitment III ist limitiert auf 250 Exemplare, der Preis liegt bei $17,100.00.

Hinter dem Kürzel „CF4“ steckt die „Collectors Forum Watch“ von IWC und dahinter wiederum das nunmehr vierte Projekt aus Schaffhausen, das in erster Linie für die hauseigene Community der Website gedacht war (nach Ingenieur, Da Vinci und Pilotenuhr). Die auf 250 Stück limitierte (und ausnahmsweise einzeln nummerierte) Aquatimer (Ref. IW341001) ist dabei die dritte Uhr von IWC mit Bronze-Gehäuse (resp. die zweite Aquatimer damit) und gleichermassen auch das erste Taucheruhrenmodell der Marke aus Schaffhausen, welches als Forenuhr umgesetzt worden ist. Der Durchmesser liegt bei 44 mm, die Bauhöhe bei 15,8 mm, das Gehäuse bleibt bis 300 Meter wasserdicht, drin tickt das Kal. 82110 mit rund 60 Stunden Gangautonomie, sichtbar hinter dem Gehäuseboden aus Titan mit Saphirglaseinsatz. Beim Band kommt erneut das für die Linie typische Schnellwechselsystem zum Einsatz, die Krone ist Kautschuk-beschichtet, der Preis liegt bei USD 8’800.00.

Ein paar Bilder:

Offiziell angekündigt wurde die CF4 vor rund einem Jahr, bestellt werden kann sie via regulärem Boutique-Netzwerk, was glücklicherweise der Grund war, warum’s dieses Exemplar doch noch vor die Linse geschafft hat: die Uhr wurde von einem Interessenten zur Ansicht in eine Boutique bestellt und wäre dort jetzt regulär verfügbar.

Fazit: Die Uhr mit diesem Werk in Edelstahl mit einer regulären Krone und für die Aquatimer etwas typischere Wasserdichtheit wäre eine echte Bereicherung für die 2014 vorgestellte Linie. Ansonsten sicherlich eine interessante Option für jeden, der noch nach einer stattlichen Bronze-Uhr sucht, und dabei auch etwas tiefer in die Tasche greifen mag.

Mehr über die Linie, mehr über die erste Aquatimer mit Bronze-Gehäuse.