Das Uhrenjahr 2020 und die weiterhin etwas schwierige Jagd nach den Taucheruhren-Neuheiten

Zwar sind die meisten Uhrenhersteller in den letzten Wochen punkto Lancierungen etwas aus der Schockstarre erwacht, nichtsdestotrotz bleibt die Jagd nach den Neuheiten im Umfeld von Covid-19 schwierig, zumindest wenn der Anspruch besteht, dem Leser konsequent eigene Bilder und damit einhergehend auch eigene Eindrücke zu bieten. Die gute Nachricht ist, dass seit dem letzten Sammelbeitrag dieser Art praktisch alle relevanten Neuheiten mit eigenen Fotos ausführlich vorgestellt werden konnten, darunter auch Modelle, die noch nicht im Fachhandel sind, beispielsweise die Seamaster 300 Nekton von Omega, oder sogar der Seamaster Tantalum Chronograph. Wie erwartet etwas schwieriger haben sich die neuen Submariner von Rolex erwiesen, aber auch hier konnte zumindest stellvertretend ein Modell gesichtet werden. Ein wahrer Glücksfall waren insbesondere die Geneva Watch Days und der diesjährige GPHG: Die grüne Breitling Superocean, die Doxa Sub in Karbon, die bronzene Reservoir Hydroshere und die Grand Seiko SLGA001 konnten in der aktuellen Ausstellung immerhin gesichtet werden, wobei bei allen ein ausführlicheres Hands-On nicht unwillkommen wäre. Ähnlich sieht es auch bei diesen Kandidaten aus; die weiteren Neuheiten in alphabetischer Reihenfolge:

Die Aquastar Deepstar ist das erste Modell der reanimierten Taucheruhrenmarke, Preise starten bei $2’790.00 (Copyright Bild: Aquastar)

Aquastar: Vor 16 Jahren wurde die Marke treffenderweise unter dem Titel „Sleeping Beauty“ hier erstmals vorgestellt, jetzt hat endlich jemand den Taucheruhrenprofi wachgeküsst. Den Anfang macht das 40,5 mm grosse Chronographen-Modell Deepstar in unterschiedlichen Zifferblattfarben. – Und mit etwas Glück gibt’s hier bald ein Hands-On davon.

Die Doxa Sub 200 C-Graph in der orangen Professional-Ausführung (Ref. 798.10.351.10) kostet am Stahlband €2’690.00 (Copyright Bild: Doxa)

Doxa: Nach dem Dreizeiger-Modell folgt nun unter dem Namen C-Graph auch noch eine Chronographen-Variante in sechs Farben (und augenscheinlich recht kurzem Minutenzeiger). Im Innern des bis 200 Meter wasserdichten und 45 mm grossen Gehäuses tickt laut Hersteller-Website ein nicht näher spezifiziertes „Swiss mechanical automatic“ Werk mit 48 Stunden Gangreserve. Preise starten bei €2’650.00.

Glashütte Original: nach den kürzlich angekündigten neuen Varianten bei der grossen SeaQ gibt’s jetzt auch eine blaue Zifferblatt-Option beim kleineren Automatik-Modell (bspw. Ref. 1-39-11-09-81-08). Preise starten bei CHF 8’800.00.

Die neue, 42 mm grosse Polaris Mariner Memovox (Ref.  9038180) bietet erstmals einen Blick auf das Cal. 956AA mit Weckerfunktion, der Preis liegt bei CHF 16’900.00 (Copyright Bild: Jaeger-LeCoultre)

Jaeger-LeCoultre: Die bereits erwähnte Polaris Mariner Memox (Ref. 9038180) mit Weckerwerk und die Polaris Mariner Date (Ref. 9068180) sind zwei neue Taucheruhren aus Le Sentier, und beide bieten einen Sichtglasboden. Preise starten dafür bei CHF 10’900.00.

Milus: die Archimèdes gibt’s ab sofort auch mit grünem Zifferblatt.

Seiko bietet auf Basis der „Sumo“ exklusiv in den USA ein Trio an Ice Divern an, abgebildet ist die SPB177 mit 45 mm Durchmesser und Listenpreis von $900.00 (Copyright Bild: Seiko Prospex)

Seiko: die japanische Marke gibt unverändert Gas und hat in der Zwischenzeit bspw. mit der SPB183J1 (Werk: 6R35) eine auf 5’500 Stück limitierte, blaue Version der 6105-Neuauflage vorgestellt. Dazu kommt die auf 1’700 Stück limitierte SLA043J1 (Werk: 8L35), ebenfalls mit blauem Zifferblatt. Dann kommen mit der „Samurai“ SRPE33K1 und der „Turtle“ SRPE39K1 (Werk: 4R35 und 4R36) zwei Sonderversionen mit blauem Zifferblatt und Manta-Rochen-Motiv. In den USA für Aufsehen gesorgt haben drei „Ice Sumos“ (SPB175, SPB177 und SPB179 – Werk: 6R35), die an die Geschichte des Unternehmens als Ausrüster von polaren Expeditionen anknüpfen.

Eine Übersicht sämtlicher Neuheiten des Jahres 2020 gibt’s hier.

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