Hands-On: Rado Captain Cook

Die Uhrenlinie der Berner Marke Rado wurde vor ein paar Monaten bereits hier ausführlich vorgestellt, entsprechend soll’s dieses Mal vor allem um die Eindrücke am Handgelenk gehen, nachdem sich die grüne Zifferblattversion (Ref. R32505313) mit 42 mm Gehäuse, 200 Meter Wasserdichtheit und „Beads of Rice“ Stahlband (BOR) seit ein paar Wochen im Praxiseinsatz befindet.

Seit 2019 bietet Rado die Re-Edition der Captain Cook Taucheruhr aus den 60er-Jahren auch im 42 mm Gehäuse an.

Das Wichtigste zuerst: die Uhr trägt sich mit max. 137 Gramm sehr angenehm, unter anderem auch aufgrund des komfortablen Bandes und der flachen Bauhöhe von 12.1 mm. Dass das Band ohne Feinverstellung kommt und die Schliesse ohne Sicherungsbügel, ist gewöhnungsbedürftig, zum Glück liess sich die hier gezeigte Uhr aber problemlos auf den aktuellen Handgelenksumfang anpassen. Zur Gestaltung insgesamt gibt’s wenig Neues zu sagen, die Uhr ist auch ein Jahr nach Lancierung immer noch eine der attraktiveren Uhren im Vintage-Look (erhält aber demnächst eine grosse Schwester). Mit einem Listenpreis von CHF 2’000.00 gehört sie im Umfeld des Konzerns zwar eher zu den teureren Optionen mit dem Powermatic 80 (die Mido Ocean Star Tribute ist CHF 990.00, die Certina DS PH200M mit Mesh-Band CHF 745.00), es gibt aber durchaus ein paar äussere Gründe dafür, die nicht nur mit der höheren Positionierung der Marke zu erklären sind: das Zifferblatt ist bspw. ein paar Qualitätsstufen weiter oben und zudem gewölbt, die nach innen abfallende Keramiklünetten-Einlage ebenfalls eine Besonderheit und das gewölbte Saphirglas in dieser Form auch nicht selbstverständlich. Angenehm ist darüber hinaus die Möglichkeit, das Band ohne Werkzeug wechseln zu können, zumal es mittlerweile zwei Stahlbänder, ein NATO- und mehrere Lederbänder für die Uhr gibt. Die Krone ist vergleichsweise klein geraten und nicht unbedingt ein Paradebeispiel für Griffigkeit (was bei der neuen Version mit 300 Meter Wasserdichtheit bereits verbessert wurde).

Objektiv betrachtet ist der fehlende Leuchtpunkt auf der Lünette sicher ein funktionaler Minuspunkt, er reiht sich aber in die Liste historisch korrekt übernommener Details ein (Schriftzug Produktname, rote Zahlen auf der Datumsscheibe, Zeigerform etc.). Die vielleicht grösste Kritik betrifft die Leuchtmasse – im Dunkeln könnte die Ablesbarkeit besser, respektive die Leuchtmasse stärker sein (fürs Bild unten wurde die Leuchtmasse mit einer Taschenlampe aktiviert).

Wie eingangs beschrieben hat diese Gehäusegrösse der Captain Cook schon vor einem Jahr angedeutet, dass die Uhr auf der ganzen Linie erfolgreich sein dürfte (und das grüne Modell ist laut Rado CEO Matthias Breschan auch derzeit der Topseller). Die grösste Schwierigkeit für Interessenten dürfte demzufolge die Wahl der Zifferblattfarbe sein – das Blau ist bspw. ebenfalls verführerisch gut geraten… mehr über die Captain Cook von Rado gibt’s hier.

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