Hands-On: Seiko Prospex SPB083J1

An der Baselworld 2018 stellte Seiko nebst der limitierten SLA025J1 auch eine sog. „modern re-interpretation“ des Modells von 1968 in Form der SPB077J1 (schwarze Lünette) und SPB079J1 (blaue Lünette) vor. Dabei wiederholte Seiko die Strategie des Vorjahres: die limitierte SLA017J1 wurde damals zeitgleich mit den bedeutend günstigeren beiden Uhren SBP051J1 (schwarzes Zifferblatt) und SPB053J1 (blaues Zifferblatt) ergänzt. Diese modernen Re-Interpretationen von 2017 und 2018 sind allesamt mit dem selben Band, Zeigersatz, Werk und Boden bestückt, kosten aber jeweils signifikant weniger als die limitierten historischen Modelle. Damit zurück zur 2018er-Kollektion mit Krone bei 4 Uhr:

Das erste Sondermodell der oft als „Baby-Marinemaster“ bezeichneten Uhr folgte im Herbst 2018: die Seiko Prospex SPB083J1 „Great Blue Hole“ kam mit einem blau-schwarzen Zifferblatt und schwarzer Lünette, Listenpreis in Europa dürfte bei EUR 1’299.00, in den USA bei USD 1’150.00 liegen. Das bis 200 Meter wasserdichte und mehrteilige Gehäuse misst 44 mm im Durchmesser und 13,1 mm in der Höhe, trägt sich aber dank Krone bei 4 Uhr, dem relativ flachen und dem nach oben und unten verjüngenden Gehäuse kleiner als die Zahlen vermuten lassen. Als Werk kommt das mittlerweile breit gestreute 6R15 mit rund 50 Stunden Gangreserve und 21’600 Halbschwingungen pro Stunde zum Einsatz.

Fazit: Die SPB077J1/79J1 ist eine grundsolide Uhr, die für einen vergleichsweise erschwinglichen Preis eine Deklination von Seikos massgebenden Designelementen ans Handgelenk bringt. Zeitgleich ist die Chance aber gross, dass Fans der Marke bereits eine Taucheruhr mit schwarzem Zifferblatt besitzen, Zeiger und Werk stellen ebenfalls in dieser Umsetzung wenig Neues dar. In diesem Kontext sticht die hier gezeigte SPB083J1 mit dem Zifferblatt in „Gradient Blue“ heraus. Gemeinsam mit der grünen SPB105J1 und der hellblaueren SPB097J1 von 2019 steigt dadurch a) die Eigenständigkeit und b) der Neuheiten-Gehalt. In jedem Fall empfiehlt sich die Wahl des Stahlbandes: bei den tiefpreisigeren Uhren der Marke nicht immer das Highlight, passt hier Finish, Design und Qualität doch gut zum Rest der Uhr.

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