Blancpain: X Fathoms Weltpremiere

ABB.: Die neue X Fathoms, mechanischer Tiefenmesser, Membrane aus amorphem Metall, Anzeige der Tiefe auf zwei Skalen, Maximaltiefenspeicher mit gesichertem Nullrückstellungsdrücker, retrograder 5-Minuten-Zähler, Sekunde, mattschwarzes Zifferblatt, einseitig drehbare Lünette, Dekompressionsventil, artikuliertes Kautschukarmband, Automatikaufzug © Bild: Blancpain

Voilà, hier ist sie nun also endlich in ihrer ganzen Pracht, die unter der Ref. 5018-1230-64 geführte X Fathoms von Blancpain, die heute Abend in Dubai enthüllt wurde. Die Uhr ist wie vermutet aufgrund ihres integrierten Tiefenmessers in der Lage, sowohl Maximal-Tiefen von bis 90 Meter zu messen und zu speichern (kleiner Zeiger mit roter Spitze) als auch gleichzeitig die aktuelle Tiefe dank dem zusätzlichen Zentralzeiger (gelbe Spitze) bis 90 Meter anzuzeigen. Der grosse blaue Zeiger misst für den Sporttaucher bis 15 Meter prominent als dritter im Bunde die aktuelle Tauchtiefe. Hierbei soll gar eine Präszision von +/- 30 cm erreicht worden sein.

Die retrograde Anzeige zwischen 10 und 11 Uhr ist für Dekompressionsstopps bis 5 Minuten gedacht. Aktiviert wird sie über den Drücker bei 10 Uhr.

Mit stattlichen 55.6mm Gehäusedurchmesser (Titan) und 24mm -höhe bleibt die Konzept-Neuheit bis mindestens 300 Meter wasserdicht, angetrieben wird sie wie ihre Schwester vom Inhouse-Kaliber 1315, mitsamt allen Komplikation neu als 9918B bezeichnet. Fast schon selbstverständlich gibt’s noch ein Heliumventil, unsichtbar hinter dem Gitter bei 2 Uhr ins Gehäuse integriert.

Angesichts dieser ersten Details wird man wohl kaum widersprechen können, wenn der Pressrelease mit den Worten

“[…] the most high-performance mechanical diving watch ever produced.”

beginnt. Die Rückseite ist eine wunderbare optische Homage an das No Radiation Symbol, die Funktion ist indes eine gänzliche andere:

Die Rückseite offenbart den Blick auf die neu entwickelte Membrane mit Wabenstruktur zur Tiefenmessung; unter dem Sicherungsbügel auf der Gehäuseseite befindet sich gut geschützt der Reset-Knopf des Memory-Zeigers. Das speziell konstruierte Kautschukband ermöglicht durch den besonderen Aufbau den ungehinderten Zufluss des Wassers zur Gehäuserückseite und besteht aus 14 beweglichen Teilen. Die Uhr selbst schafft’s in der Kategorie gleich auf deren 385…

Ein erstes Fazit: Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass die Fusion aus traditionellen Fifty Fathoms Design-Elementen und Hightech-Look so gut funktionieren würde und bin der Enthüllung entsprechend skeptisch begegnet. Jetzt muss ich gestehen, das Experiment ist grundsätzlich durchwegs geglückt, das fast Unmögliche eines vollständig mechanischen Tauchcomputers scheint in der Tat Realität geworden zu sein. Selbstverständlich ist man angesichts der Komplexität nicht nur beim Lesen gewisser Beschriebe schnell überfordert, auch der Blick aufs Zifferblatt lasst partiell etwas vergessen, dass es irgendwie auch noch um die Zeitmessung gehen sollte :-)

Kurz gesagt: Angesichts der mittlerweile etwas ermüdenden Jagd der Mitbewerber nach der tiefsten Taucheruhr hat Blancpain mit diesem faszinierenden Technologieträger eine perfekte Nische gefunden, erneut ein beeindruckendes Kapitel in der Geschichte der mechanischen Taucheruhr zu schreiben. Gratulation!

Unversöhnlich bleibe ich indes beim Launchclip: Das hätte man im Jahr 2011 wirklich liebevoller hinkriegen können… :-)

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