Pentax Optio W90 – kleiner Nachtrag

pentax_optio_w90 Nachdem ich mich kürzlich doch glatt mit meinem eigenen Beitrag erfolgreich selbst angefixt hatte, möchte ich heute der Vollständigkeit halber noch einen kleinen Nachtrag liefern, was die Praxis mit der bis 6m wasserdichten Pentax Optio W90 in den letzten Wochen gebracht hat. – Zum Beispiel, dass sich der vermeintliche “Drehring” um die Linse als starres Element entpuppt hat… ;-)

Nein, ernsthaft: Insgesamt bringt die Point-and-Shoot-Kamera genau das mit, was mich ursprünglich auch an ihr interessiert hat: äusserst robust konstruiert, für die Outdoor-Gattung dennoch ausserordentlich kompakt und damit Badeshorts-kompatibel gebaut, und punkto Makro-Fähigkeiten zudem eine sehr kostengünstige Option für den schnellen Einsatz – kurz gesagt: eigentlich eine tolle, günstige Kamera für jeden Zweck, inkl. Filmfunktion im 720p HD Format. – Dass man dabei als Anwender automatisch Abstriche bei der Optik macht und aufgrund der reduzierten Anzahl abzudichtender Tasten relativ viele Funktionen über das Menü einstellen muss, liegt in der Natur der Sache und soll hier auch völlig wertneutral stehen bleiben – die W90 ist tatsächlich in der Lage, viele Bereiche äusserst zufriedenstellend abzudecken und dabei Fotos zu ermöglichen, die man mit einer normalen Kompaktkamera eher nicht gemacht hätte. Etwas langlebiger hätte ich mir vielleicht den Akku gewünscht.

beschlag_linse_pentax_optio_w90 Negativ war hingegen, dass die W90 schon nach wenigen Einsätzen* und rund 400 Bildern vermutlich einen Kondenswasser-Fleck auf der Innenseite des Gehäuseglases entwickelte (was wiederum zu extrem unschönen schwarzen Flecken auf Unterwasser-Bildern führte, siehe rechts) – hier konnte aber ein nächtliches Trockenlegungsprogramm erfolgreich und dauerhaft das Problem beheben (ähnliche Erfahrung hier). Zumindest weitere 400 Bilder lang – dann kam nämlich die wirkliche Überraschung: der Auslöser streikte mitten im Einsatz plötzlich, dafür schiesst die Kamera nun selbständig zwei Bilder in Serie, sobald sie eingeschaltet wird. Mit anderen Worten: (je 2) Bilder gab’s ab diesem Moment nur noch beim Ein-/Ausschalten, und die Ansicht der bislang geschossenen Bilder war dafür nur noch möglich, wenn die Speicherkarte erst entfernt (also Klappe geöffnet), und dann wieder eingeschoben wurde. Bis auf den Automatik-Modus war und ist somit alles weitere nicht mehr wirklich verwendbar.

Nichtsdestotrotz: Für ein paar hübsche Schnappschüsse hat’s trotz Kamera-Software-Blackout auch mit dem On-/Off-Schalter gereicht, wie das Beispiel unten zeigt:

flughahn_versus_octopusFlughahn (Dactylopterus volitans) schlägt Mini-Octopus (ganz rechts oben in der Ecke) erfolgreich in die Flucht… ;-)

Aber zurück zur Kamera: Selbstverständlich handelt es sich bei der hier vorliegenden W90 vermutlich um einen unglücklichen Einzelfall, der mich insgesamt aber dennoch etwas zwiespältig zurücklässt; die Kamera ist vom Prinzip her grossartig und kaufen täte ich sie vermutlich nochmals, auch wenn der Spass in meinem Fall etwas gar kurz war. Und vermutlich ist sie tatsächlich so robust gebaut, dass nicht mal der frustrierte Wurf in die nächste Ecke ihr was anhaben könnte… ;-)

Ich werde fürs Wasser zukünftig aber eher wieder die bewährte Kombination UW-Gehäuse und Digitalkamera wählen…

*als fotografierender Taucher wurden die Dichtungen selbstverständlich kontrolliert und eine Schnorchel-Tiefe von 3 Meter wurde ebenfalls nicht überschritten.

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