Breitling & Eberhard: Marketing extrem

brigitte_lenoir Vor etwas über einem Monat gab Eberhard & Co. eine Sponsoring-Kooperation mit der Walliser Extremtaucherin Brigitte Lenoir bekannt (siehe auch hier). Das gemeinsame Ziel:

“Brigitte Lenoir will attempt to break the woman’s record for diving using a rebreather”.

Vor 16 Tagen ist die 41jährige bei einem Trainingstauchgang vor Dahab beim Wiederaufstieg tödlich verunfallt; die Versuche ihres Tauchpartners Pascal Bernabé (mit 330 Meter Tauchtiefe selbst Weltrekordhalter bei den Männern), die aufgrund eines (vermutlich) verklemmten Ventils ohnmächtige Taucherin doch noch an die Wasseroberfläche zu bringen, misslangen.

Nur ein paar Tage später gibt Breitling bekannt, mit “dem erfolgreichsten Apnoetaucher aller Zeiten”, Herbert Nitsch, die in dieser Disziplin “mythische Grenze von 1000 Fuss beziehungsweise 305 Meter” ins Auge gefasst zu haben.

Das tragische Beispiel oben zeigt einmal mehr, dass bei der z.T. grossen Marketing-Euphorie gerne vergessen geht, dass es beim Extremtauchen, sei es nun mit oder ohne Equipment, immer auch ein Restrisiko mittaucht – insofern sollten sich die Sponsoringpartner vielleicht nicht nur Gedanken zur Vermarktung der erhofften/gekauften Rekorde machen, sondern auch zu Timings und vor allem zum Verhalten im Worst Case. Bei Azimuth beispielsweise hat man mit dem Archäologen Fernando Lorenzo vielleicht nicht gerade das zugkräftigste See-Pferd gewählt, dafür aber das Risiko (und vermutlich auch die Kosten) entsprechend tief ausbalanciert. (© Bild: Eberhard)

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