Bahnhofstrasse Zürich: Wenn die Kundschaft abtaucht

bucherer_bahnhofstrasse

Mittlerweile lässt sich auch an den Schaufenstern der Juweliere und Uhrenhändler an der Zürcher Bahnhofstrasse relativ eindrücklich beobachten, was sich in den vergangenen Monaten auf der Nachfrage-Seite getan hat: Mit der massiven Verschlechterung der Konsumentenstimmung gibt es derzeit praktisch auch kein (Taucher-)Uhren-Angebot, das man nicht sofort aus den Schaufenstern der renommierten Uhrenmeile mitnehmen könnte.

Ein paar Beispiele gefällig? – Sowohl bei Les Ambassadeurs als auch in der Blancpain Boutique bei Türler ist das Angebot an Stahl-Fifty-Fathoms überaus üppig – vor kurzer Zeit noch war es ziemlich schwierig, eines der Dreizeiger-Modelle überhaupt zu Gesicht zu kriegen. Eternas KonTiki Diver liegt ebenfalls bei zwei Konzessionären im Schaufenster.

PIC_0135Noch extremer wird’s im Falle der Deepsea resp. insgesamt bei den Stahlmodellen aus Genf (mit Ausnahme der Daytona): Sowohl bei Bucherer (s.o.) als auch bei Beyer (siehe Abbildung links) liegt die Neuheit von 2008 bereits entspannt im Fenster – flankiert von Sea-Dweller, Submariner, Millgauss und Submariner LV; was die Theorie unterstützen dürfte, dass es sich (auch) hier nicht um eine Modell-spezifische Zurückhaltung handelt, sondern um ein generell abgeflautes Konsumenten-Interesse.

Selbst bei den Graumarkthändlern ist momentan ein sehr ungewöhnliches Bild zu sehen: Die in unmittelbarer Nähe zur Bahnhofstrasse gelegene Timeless Gallery führt die unten gezeigten Stahl-Modelle teilw. bereits zum reduzierten Aktions-Preis – die Deepsea, um bei dem obigen Beispiel zu bleiben, wird hier also nicht zum Listenpreis von CHF 9’700.-, sondern gut erkennbar zum Kurs von CHF 8’800.- angeboten (hintere Reihe, dritte v.l.).

rolex_deepsea_timelessgallery_zurich

Einzig Breitlings Superocean Heritage in der schwarzen 46mm-Ausführung taucht nach wie vor nicht resp. sehr selten in den Schaufenstern der Banhofstrasse-Konzessionäre auf, was vermutlich auch mit dem vergleichsweise tieferen Preis zu erklären sein dürfte.

Apropos: Die Neuheiten 2009 fehlen in den Schaufenster ebenfalls – die Longines Legend Diver mit Datum ist zwar bereits ausgestellt, fällt aber aufgrund der geringen Veränderung zum 2008er-Modell eher nicht in die Kategorie.

Hoffen wir also, dass wenigstens die noch nicht ausgelieferten Neuheiten zu einer Belebung des Geschäfts führen werden. Oder freuen wir uns darüber, dass die Erfüllung eines Uhrentraumes, wenn auch nicht unbedingt sinnvoller, scheinbar etwas einfacher geworden ist.

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